Twitter für Unternehmen Teil 6: Wie findet man interessante Accounts?

Sobald man sich mit Twitter ein wenig vertraut gemacht hat sollte man sich auf die Suche nach interessanten Accounts machen, die sich mit dem direkten Branchenumfeld oder nützlichen Informationen beschäftigen. Um solche interessanten Twitter Accounts zu finden gibt es nun mehrere Möglichkeiten, die man dafür nutzen kann. Es sei aber etwas Vorsicht geboten, da zuviele Followings auch schnell mal die Timeline voll müllen und der Twitter Account dadurch ineffizient werden kann.

interessante Twitter Accounts finden

Twitter
Die Twitter Suche selbst ermöglicht das Auffinden von interessanten Benutzerprofilen durch Eingabe eines passenden Suchbegriffes. So kann man zum Beispiel „Hosting“, „Payment“ usw. eingeben und erhält wie bei einer Internet-Suchmaschine mehr oder weniger passende Accounts angezeigt und kann direkt durch Klick auf den Follow Button ihre Nachrichten auf Twitter empfangen.

Vorschläge
Hat man sich ein Following-Profil mit einigen Accounts denen man folgt aufgebaut, erhält man in der Twitter Sidebar laufend neue Vorschläge mit Twitter Nutzern, die ähnliche Inhalte wie die bestehenden Follower auf Twitter verbreiten. Aber Vorsicht, darunter befinden sich auch gesponserte Profile, die dafür bezahlen um dort angezeigt zu werden. Diese sind jedoch separat als solche gekennzeichnet.

Retweets
Wenn man seine Timeline verfolgt findet man immer wieder interessante User, deren Nachrichten von Profilen denen man folgt retweetet werden. Dadurch kann man diesen Accounts ebenfalls folgen und alle ihre Tweets direkt in seine Timeline bekommen.

Google
Natürlich lassen sich auch direkt über Google auch immer wieder relevante Accounts finden, da diverse Blogs regelmäßig über “Top Twitter User” in verschiedenen Kategorien schreiben. Dadurch bekommt man vor alle am Beginn seines Following Aufbaus interessante und wichtige Accounts am Silbertablett präsentiert.

Blogs / Webseiten
Viele Unternehmen, Blogger und Webseiten Betreiber verlinken ihren Twitter Account auf der eigenen Webseite oder haben gleich direkt den Twitter Button eingebaut um möglichst viele Follower zu erreichen. Daher kann man auch beim täglichen Surfen im Internet neue interessante Twitter Accounts finden und ihre Nachrichten abonnieren.

Twitter für Unternehmen: Wann sollte man twittern?

Weslhalb man Twitter als Unternehmen nutzten möchte kann mehrere Gründe haben, zum Beispiel um Repurtation und Vertrauen zu stärken, Präsenz im Social Web zu zeigen und als fortschrittliches Unternehmen zu gelten, Besucher für seine Webseite zu bekommen und viele weitere. Viele Unternehmer oder Mitarbeiter mit Entscheidungsverantwortung gehen jedoch davon aus, dass es reicht einen Account anzulegen und auf der Webseite einen Button einzubinden. Dabei gehört viel mehr dazu um als Unternehmen auf Twitter erfolgreich zu sein. Wann und aus welcher Motivation heraus man sich im Micorblogging Dienst einbringen sollte um möglichst viele Interessenten und Follower für sich zu gewinnen erfahrt ihr in den nachfolgenden 8 Punkten.

Tweet - Retweet: Wann twittert man?

1. Teilen

Teilt nicht nur Text mit euren Followern, sondern auch andere Medien. Lustige Fotos, interressante Links und Informationen zum Unternehmen oder dem Branchenumfeld können für Kunden und Kooperationspartner von Interesse sein. Einblicke in gerade entwickelte Projekte, Events oder Produktneuheiten können Aufmerksamkeit erregen und das Vertrauen zum Unternehmen stärken.

2. Zuhören

Beobachtet regelmäßig die Timeline und reagiert auf Erwähnungen und Nachrichten möglichst zeitnahe. Idealerweise hat man ein Monitoring mit welchem man bestimmte Begriffe/Hashtags, die das Unternehmen, die Industrie, Marken und Produkte betreffen, auf Twitter überwacht. Dadurch kann man sich einen Vorteil verschaffen, wenn man auf Anfragen über Tweets einen möglichen Kunden gewinnen kann.

3. Fragen

Stellt selbst fragen um von euren Followern eine Rückmeldung zu einem Produkt oder Marktveränderungen zu bekommen. Social Media leben von Interaktionen, daher kann es sich positiv auf das Unternehmen auswirken, wenn man Teil davon ist und Initiative zeigt. Fordert daher Aktivitäten von Followern und stellt gezielt Fragen um wertvolle Einblicke in die Kundensicht zu bekommen.

4. Antworten

Antwortet möglichst in Echtzeit auf Erwähnungen, Kritik und Feedback. Die Internet Kommunikation ist sehr schnelllebig und der Web 2.0 Mensch möchte sich nicht 3 Tage gedulden bis seine Anfrage per Mail beantwortet wurde.

5. Belohnung

Belohnt eure Follower von Zeit zu Zeit mit Updates von Angeboten, Gutschein Codes oder anderen Deals durch die sie einen Vorteil erhalten, wenn sie dem Account folgen. Ein kleines Dankeschön hat noch nie jemandem geschadet.

6. Know-How

In Kombination mit einem Corporate Blog lassen sich Artikel und Links, welche sich im großen Rahmen mit dem Unternehmen oder Produkten befassen als Know-How Transfer auf Twitter verbreiten. Diese Informationen können für Follower interessant sein und den guten Ruf des Unternehmens unterstreichen.

7. Interesse

Zeigt Interesse am Markt und verbreitet Retweets von interessanten Quellen. Dieses Verhalten zeigt, dass ihr nicht nur euer eigenes Süppchen kocht, sondern am Marktgeschehen teilhabt und euch dafür interessiert was rundherum passiert.

8. Aufmerksamkeit

Gebt euren Followern die Aufmerksamkeit, die sie wollen. Twitter Nutzer erwarten einen direkten, echten und sympathischen Ton in abgesetzten Nachrichten, daher sollte man in seinen Tweets nur wenig Marketing-Blabla und Eigenwerbung veröffentlichen um Aufmerksamkeit zu bekommen.

Twitter für Unternehmen: Wie werden Short-URLs erzeugt?

Da bei Twitter die verfügbare Länge einer Nachricht auf 140 Zeichen beschränkt ist, sollte man URL Shortener verwenden um diesen Platz für seinen Text optimal ausnutzen zu können. Zusätzlich viele gekürzte URLs den Vorteil eine mehr oder weniger detaillierte Statistik zur Verfügung zu stellen mit der man seinen Erfolg bzw. das erzeugte Interesse am verbreiteten Inhalt messen kann. Diese Messungen geben die Möglichkeit das Verhalten seiner Follower zu analysieren und bewerten. Dabei werden Fragen wie „Wieviele Klicks wurden in welchem Zeitraum erzeugt?“, „Aus welchem Land kamen die Besucher?“, „Aus welcher Quelle wurde geklickt?“ und weitere geklärt.

URL Shortener

Nun möchte ich gleich direkt zu einigen Möglichkeiten kommen um gekürzte URLs zu erzeugen und 5 davon kurz vorstellen:

t.co
Ist Twitters eigener URL Shortener Service, der automatisch alle Links in Direktnachrichten verkürzt

fb.me
Facebook verkürzt geteilte Links auf Twitter ebenfalls automatisch mit dem eigenen URL Shortener Skript fb.me

goo.gl
Mit Googles URL Shortener kann man ohne Google Account URLs verkürzen und teilen, mit einem Account kann man zusätzlich die Klicks auf die Short URL auswerten

bit.ly
Bei bit.ly wird ein Account benötigt um URLs zu verkürzen, dafür wird auch eine API geboten mit der man die URLs zB. direkt über den WordPress Editor verkürzen kann. Zudem erhält man eine ausführliche Statistik über die Anzahl der Klicks nach Tagen, Referrer und Geo Details

eigenes URL Shortener Script
Auf Open Source Basis gibt es einige URL Shortener Scripte, die man sich auf seinem Webspace installieren und auch anpassen kann, diese haben den Vorteil, dass alle gesammelten Daten in einer eigenen Datenbank gespeichert werden. Einige dieser Skripte sind: get-shorty.com, yourls.org, kassa.be, brokenscript.com, code.google.com/p/phurl/

Ich persönlich würde ein eigenes Open Source Skript für gekürzte URLs bevorzugen, da man dadurch flexibler ist und zusätzliche Funktionen einbauen kann. Da mir aber noch keine passende Domain dafür eingefallen ist und mir momentan auch ein wenig die Zeit dafür fehlt verwende ich aktuell noch bit.ly. Mit Bit.ly kann ich über die API direkt URLs verkürzen ohne das ich mich bei dem Dienst einloggen und den Link manuell erstellen muss und bei Bedarf kann ich Auswertungen in der Statistik durchführen, also eine optimale Zwischenlösung.

Wie man Bilder bei Twitter hochladen kann

Zuletzt gab es sehr viel Wind um die Bildrechte bei Bilderupload Services wie etwa Twitpic, da die darüber hochgeladenene und geteilten Bilder für viele Zwecke im Interesse des Anbieters verwendet werden durften. Twitter hatte schon zu dieser Zeit angekündigt einen eigenen Bilderservice anzubieten und seit gestern ist es nun soweit. Wie man Bilder bei Twitter hochladen kann ist im Grunde genommen eine sehr einfache Sache, trotzdem möchte ich den neuen Service kurz vorstellen und erklären wie der Bilderupload bei Twitter funktioniert.

Bilder bei Twitter hochladen

Wenn man sich die Box zum Absetzen eines Tweets nun genauer ansieht taucht nun links unten ein Kamera Symbol auf. Klickt man auf dieses öffnet sich ein Fenster, indem man eine Bilddatei zum Upload auswählen und hochladen kann. Dabei ist zu beachten, dass Bilder nicht größer als 3 Megabyte sein darf und es während des Uploads auf die passende Größe skaliert wird um im Fenster rechts neben der Timeline richtig angezeigt zu werden. Das hochgeladene Bild wird automatisch in Form eines Links im Format pic.twitter.com/ und einer random Kombination aus Zahlen und Buchstaben an den Tweet gehängt. Hat man ein falsches Bild hochgeladen kann man dieses löschen indem man das kleine „x“ neben dem Bild oder Dateinamen klickt oder den bereits abgesetzten Tweet wieder löscht.

Wenn man sich die bei Twitter hochgeladenen Bilder genauer ansieht wird man auch eine neue Applikation „powered by Photobucket“ erkennen. Alle über die Twitter Funktion hochgeladenen Bilder werden dort gehostet und sollen später auch in einer eigenen Bildergalerie verwaltet werden können. Dazu gibt es aber leider noch keine genaueren Informationen, es ist nur soviel bekannt das diese Funktion kommen wird und nicht nur den twittereigenen Bilderdienst unterstützen wird.

Wer seinen Account vor öffentlichen Zugriffen geschützt hat, muss sich auch um seine geteilten Bilder keine Sorgen machen. Diese sollten weder in der Twitter Suche noch von Suchmaschinen indexiert werden können und nur für Account Follower zu sehen und finden sein. Wer seinen Account erst nachträglich umstellt erhält beim Aufruf eines bereits zuvor geteilten Bildes eine Fehlermeldung angezeigt.

Twitter für Unternehmen: Twitter Profil im Detail

Im dritten Artikel der Serie „Twitter für Unternehmen“ möchte ich euch das Twitter Profil im Detail vorstellen. Das Profil ist sozusagen deine Visitenkarte bei Twitter, du präsentierst dort dein Unternehmen, verbreitest und erhältst Informationen und hinterlässt natürlich auch einen wichtigen ersten Eindruck mit dem Aussehen deines Twitter Profils. Um die einzelnen Bereiche verständlicher erklären zu können, habe ich mir dazu als Beispiel das Twitter Profil vom t3n Magazin angesehen und für euch in Einzelteile zerlegt. Das t3n habe ich aus dem Grund gewählt, weil ich finde, dass die Twitter Präsenz sehr gut gestaltet ist und einen professionellen Eindruck hinterlässt.

Twitter Profil einfach erklärt

Der Profilbanner

Der Profilbanner ist eine Möglichkeit sein Twitter Profil individuell zu gestalten und gemeinsam mit den Hintergrund- und Textfarben an ein Corporate Design des Unternehmens anzupassen. Der Profilbanner sollte maximal 170 px breit sein, damit die Timeline nicht einen Teil des Profilbanners überdeckt. Die Höhe kann grundsätzlich individuell gestaltet werden, empfehlenswert sind 520 px damit der Profilbanner auch mit kleineren Bildschirmen und Netbooks vollständig gesehen werden kann. Dieser Platz ist perfekt dazu da um sein Unternehmen oder die twitternden Personen kurz vorzustellen oder auf andere Kontaktmöglichkeiten und Kanäle hinweisen zu können.

Die Account Biografie

In der Account Biografie hat man die Möglichkeit in weniger als 160 Zeichen etwas über sich zu sagen und dem fremden Profilbetrachter einen (sehr) kurzen Überblick zu geben was ihm beim Follow des Twitter Accounts erwarten wird. Die in der Biografie angegebenen Infos können Stichworte zur Person oder dem Inhalt der Tweets oder eine Beschreibung des Unternehmens sein. Und zusätzlich gibt es unter der Account Biografie im Twitter Profil auch noch einen nofollow Link für die eigene Webseite.

Die Navigation

Die Navigation hilft dabei zwischen den einzelnen Begriffen von Twitter zu wechseln und Updates der Timeline, Nachrichten, Erwähnungen, Listen und weitere Optionen anzuzeigen.

Die Follower Anzeige

Die Follower Anzeige gibt dir und deinen Profilbetrachtern einen Überblick über die Aktivität und den Einfluss des Accounts. Diese Anzeige unterteilt sich in 4 Bereiche in folgender Reihenfolge: die Anzahl der Tweets, die Anzahl der Followings, die Anzahl der Follower und die Anzahl der Listungen. Anhand der Verteilung dieser 4 Zahlen kann man erkennen wie aktiv ein Account ist und wie er mit anderen Twitter Nutzern agiert.

Die Vorschlagbox

Die Profil Vorschlagbox zeigt Informationen zu relevanten Accounts, die dem bestehenden Following Profil ähnlich sind. Außerdem werden sogenannte „promoted Accounts“ in der Vorschlagsbox angezeigt. Diese sind bezahlte Anzeigen zum Followeraufbau und sind mit „gesponsert“ gekennzeichnet. Unter den Profilvorschlägen werden auch aktuelle Trends auf Twitter und die Quicklinks zu Twitter internen Quellen angezeigt.

Die Bildschirmbreite

Auf der rechten Seite des Twitter Interface wäre grundsätzlich auch noch Platz um einen weiteren Profilbanner in den Hintergrund des Profils einzufügen. Diesen sollte man jedoch nicht benutzen, da dieser Bereich variabel ist und sich an die Bildschirmgröße des Betrachters anpasst. User mit kleinen Bildschirmen oder Netbooks würden die dort platzierten Informationen also nie zu sehen bekommen.

Twitter für Unternehmen Teil 2: typische Twitter Begriffe

Wer mit Twitter erst beginnt für den tauchen vor allem am Anfang sehr viele Fragezeichen bei typischen Begriffen für den Microblogging Dienst auf. Man wird mit Wörten wie Tweet, Follower, Timeline oder Follow Friday konfrontiert und weiß meistens nicht sofort was diese zu bedeuten haben. Daher findet ihr hier eine Auflistung von typischen Twitter Begriffen und was diese bedeuten. Wenn man vor hat sich einen Account für sein Unternehmen bei Twitter zu registrieren sollte man sich natürlich vorher ein wenig informieren ob das denn überhaupt Sinn macht und in welchen Jargon sich die Twitter Community ausdrückt.

Twitter Follower Mosaik

Following
Die Zahl unter „Following“ spiegelt die Anzahl an Nutzern wieder, denen du folgst und dadurch ihre Nachrichten in deinem Kommunikationskanal (Timeline) erscheinen.

Follower
Ein „Follower“ ist ein Twitter Nutzer, der deinem Account folgt und von dir abgesetzte Tweets in seinem Kommunikationskanal sehen kann.

Tweet
Ein „Tweet“ ist eine Nachricht, die auf Twitter verbreitet werden kann und weniger als 140 Zeichen lang ist.

Retweet
Ein „Retweet“ ist Tweet, der von einem anderen Twitter Nutzer in dessen Kommunikationskanal weitergeleitet wird, der Retwet wird mit „RT“ abgekürzt.

Listen
Eine „Liste“ ist eine von Twitter Nutzern erstellte Gruppen zur Kategorisierung und Verbindung von Twitter Nutzern, diese können öffentlich oder auch gesperrt erstellt werden.

Timeline
Die „Timeline“ ist eine Echtzeitliste der Tweets auf deiner Startseite, in welcher alle Nachrichten (Tweets und Retweets) deiner Followings angezeigt werden.

Hashtag
Das „#“ Symbol wird verwendet um Schlüsselwörter bzw. interessante Themen in einem Tweet zu markieren und kann auch als Hashtag bezeichnet werden. zB. #seo #socialmedia #fun

Erwähnung
Das „@“ Symbol wird verwendet um einen Twitter Nutzer in einer Nachricht zu erwähnen bzw. auszurufen, Bsp.: @Die_Nella Warum folgst du mir nicht mehr? Das vorangesetzte @ Zeichen verlinkt automatisch das Userprofil und lässt den Tweet als Erwähnung im Profil des erwähnten Users anzeigen.

Nachricht
Eine 140 Zeichen lange Nachricht kann über das Profil an einen Twitter Account der dir folgt verschickt werden. Nachrichten sind nicht wie Tweets in der Timeline für alle Follower, sondern nur für den angeschriebenen User, sichtbar.

Follow Friday
Der Hashtag „#FF“ steht für Follow Friday und wird von Twitter Usern verwendet um vor dem Wochenende an ihre Follower andere Profile weiter zu empfehlen. Bsp.: folgt @TwiMika für interessante Online Marketing News, YouTube Videos und Fun

Twitter für Unternehmen Teil 1 – Was ist Twitter und was nicht?

Im Zuge einer neuen Artikelserie hier im Blog möchte ich das Thema „Twitter für Unternehmen“ anreißen und für Einsteiger die wichtigsten Grundlagen aufbereiten. Den Start macht dabei die Fragestellung: Was ist Twitter und was nicht? Wer versucht sein Unternehmen in Social Networks zu platzieren wird dieser Frage nicht ausweichen können und genau da möchte ich auch anknüpfen.

Twitter ist ein Social Network zur schnellen Verbreitung von Nachrichten und zugleich Anlaufstelle für Kunden- oder Partneranfragen oder ein individueller Informationskanal mit Echtzeit-Kommunikation.  Dadurch das man darauf Einfluss hat welchen Accounts man folgt kann man sich gefilterte News, die für das Unternehmen oder die Person hinter dem Account interessant sind, in seinem Twitter Verlauf anzeigen lassen. Die Präsenz bei Twitter stellt für viele Unternehmen eine Verbesserung der Kundenbeziehungen dar und ermöglicht es die Umsätze auch in wirtschaftlich schlechteren Zeiten in vielen Bereichen zu halten und sogar zu steigern.

Am Rande erwähnt sei auch noch, dass Twitter außerdem die Platzierung einer Webseite in den Suchergebnissen aufgrund der sozialen Signale eines Twitter Accounts mit einem gewissen Trust positiv beeinflussen.

Twitter Einführung für Unternehmen

Was ist Twitter und wie lege ich los?

Das besondere an Twitter ist die Art und Länge der Kommunikation. Im Microblogging Dienst werden keine Aufsätze geschrieben, denn für eine Nachricht (auch Tweet genannt) stehen 140 Zeichen zur Verfügung. Die Tweets sind daher oft im SMS Schreibstil gehalten um die wichtigste Information, einen erwähnten Twitter Account und eventuell noch einen Link zu Text, Bild oder Video Inhalten in dieser Zeichenbeschränkung unter zu bringen.

Bevor man Twitter als Unternehmen nutzen möchte, sollte man sich zuerst Gedanken darüber machen ob es denn eine Zielgruppe im eigenen Kunden- oder Kooperationspartnerumfeld gibt. Den die Teilnahme an Social Networks macht nicht in jedem Wirtschaftsbereich Sinn. Hat man das für sich abgeklärt sollte man im nächsten Schritt eine Strategie ausarbeiten wie man seinen Twitter Account betreuen möchte. Dabei darf nicht außer acht gelassen werden, dass man einen Twitter Account nur dann erfolgreicher betreiben kann, wenn man sich an der Community beteiligt und einen Mehrwert in Form von nützlichen Informationen, witzigen Inhalten, Angeboten, etc. mit den Nutzern teilt, die dem Account folgen. Stichwort: Kommunikation und Interaktion statt nur dabei zu sein!

Was ist Twitter nicht?

Leider wird der Sinn und Zweck von Twitter sehr oft missverstanden, daher möchte ich hier darauf noch näher eingehen was Twitter für ein Unternehmen nicht sein sollte. Der Microblogging Dienst sollte auf keinen Fall als reines Marketingwerkzeug missbraucht werden. Tut man das doch wird die Konsequenz daraus sein, dass man seine Follower verliert und einen toten Account vor sich hat. Es schadet nicht ab und zu ein bisschen Eigenwerbung in seinen Nachrichten zu transportieren, bestehen diese aber nur aus Werbetexten kann man die investierten Ressourcen in den Aufbau des Twitter Accounts beruhigt woanders einsetzen. Twitter ist für viele Unternehmen eine Möglichkeit neues wirtsvhaftliches Potential zu entdecken, ein Wundermittel gegen alle möglichen Unternehmensprobleme ist es jedoch definitiv nicht.

Twitter – Zahlen, Daten und Fakten

Statistisch gesehen hat Twitter derzeit weltweit rund 460.000 Neuanmeldungen täglich und es werden 155.000.000 Tweets pro Tag verbreitet. Gesamt gesehen hat der Microblogging Dienst 200.000.000 registrierte Benutzer, wovon natürlich nicht alle aktiv sind. Realistisch betrachtet führen viele Twitter User, vor allem aus dem Online Marketing, einen Hauptaccount und mehrere Nebenaccounts, was die Zahlen ein wenig anders aussehen lässt.

Social Media – do talk not stalk

Soziale Netzwerke sind für viele Menschen aus dem alltäglichen Leben nicht mehr wegzudenken und auch Unternehmen nutzen diese digitalen Medien immer mehr. Aber werden Social Media auch richtig genutzt? In meiner Timeline und beim Surfen im Internet entdecke ich immer wieder Paradebeispiele von falscher Verwendung sozialer Netzwerke bei denen man sicher sein kann, dass derjenige nicht weiß was er damit anzurichten vermag. Deshalb widme ich mich in diesem Artikel der Verwendung und den Gefahren von Social Media für Unternehmen und Privatpersonen.

Social Media im Unternehmen nutzen

Viele Unternehmen liefern den Beweis, dass man Social Media für einen modernen Kundendialog positiv nutzen kann. Vor allem in den USA und auch schon vermehrt in Deutschland findet man immer wieder aktuelle Beispiele bei denen Firmen kurz vor ihrem finanziellen Ende stehen und durch die aktive Beteiligung an sozialen Netzwerken eine Veränderung in die positive Richtung hervorrufen können. Das erfordert jedoch mehr als nur das einbinden eines Facebook oder Twitter Buttons auf seiner Webseite  „weil es gerade Mode ist“. Social Media bieten für Unternehmen die Möglichkeit sich auf die Lösung von Kundenproblemen zu konzentrieren und nicht Zeit damit zu verbringen die Probleme zu suchen. Der direkte Kundendialog befindet sich in einer Evolution von Telefon Hotlines und Email-Support zu Blogs und Sozialen Netzwerken.

Die Gefahr sozialer Netzwerke für Unternehmen

Dort wo es einen Nutzen gibt lassen auch Probleme nicht lange auf sich warten. Viele Unternehmen haben bereits Social Media auf ihren Webseiten integriert, nutzen diese jedoch nicht aktiv. Hier besteht für ein Unternehmen die Gefahr, dass sich (potenzielle) Kunden mit dem Unternehmen austauschen möchten, dieses aufgrund von passivem Verhalten zu spät oder gar nicht auf Kommentare/Erwähnungen reagiert und im schlimsten Fall diese sogar löscht oder bearbeitet. In einigen Handelsbereichen tauchen Social Medien bisher noch gar nicht auf, obwohl es durchaus Sinn machen würde Kunden beispielsweise über technische Details und Produkte in einem Blog zu informieren, in Foren aufzutreten oder in Social Media eine Ansprechmöglichkeit zu bieten. Vor allem um jüngere Kundensegmente anzusprechen wird hier derjenige gewinnen, der als erster diese Möglichkeiten nutzen wird.

social media im unternehmen und privatleben richtig nutzen

Social Media im Privatleben nutzen

Menschen sind in sozialen Netzwerken bereit Informationen mit Bekannten und Freunden in einem mehr oder weniger offenen Tagebuch zu teilen. Für diese veröffentlichten Social News hat jeder eine gewisse Selbstverantwortung zu tragen und sollte sich daher auch überlegen welche Bilder oder Informationen er von sich in sozialen Netzwerken veröffentlichen möchte. Denn jede dieser Medien vermittelt ein bestimmtest Bild über die Person hinter dem Account. Hat man nicht genug Verantwortungsbewusstsein kann sich eine falsche Verwendung von Social Media in einen persönlichen Nachteil entwickeln und Gefahren für seine Weiterentwicklung mit sich bringen.

Die Gefahr sozialer Netzwerke für Privatpersonen

Die persönliche Timeline eines Social Media Kanals gibt sehr viel über den Menschen dahinter preis. Alles was man in sozialen Netzwerken mit anderen teilt vermittelt einen bestimmten Eindruck an seine Kontakte, daher gehört eine kräftige Portion Veranwortung sich selbst gegenüber dazu um nicht mit Nachteilen rechnen zu müssen. Es gibt bereits Studien darüber, dass beispielsweise aus der Struktur der beigetretenen Gruppen und Fanseiten auf Facebook ein sehr genaues Persönlichkeitsprofil erstellt werden kann. Eine falsche Verwendung von Social Media kann auch eine Ablehnung einer Bewerbung zur Folge haben, wenn man nicht dem Anforderungsprofil eines Unternehmens entspricht. Vor allem Fotos von Alkoholexzessen und die „falschen“ Gruppen können hier ein sofortiges KO-Kriterium sein.

Social Media richtig nutzen!

Don’t stalk your Friends! Soziale Netzwerke sind da um Freunde, Bekannte und andere Kontakte auf dem Laufenden zu halten. Ist man nicht bereit dafür, so ist man in Facebook, Twitter, Xing & Co total fehl am Platz. Durch Social Media hat man die Möglichkeit mehr von seinem Umfeld mitzubekommen und beispielsweise von seinen ehemaligen Schul- und Arbeitskollegen oder Bekannten aus dem Ausland Informationen zu erhalten über Dinge, die sie gerade bewegen oder erlebt haben. Daher sollte man nicht nur seine Kontakte ausspionieren, sondern auch selbst an deren Erlebnissen teilhaben, diese kommentieren oder eigene Erfahrungen dazu beisteuern.

Persönlich nutze ich Social Media um mehr von meinen Kontakten mitzubekommen und auf dem Laufenden zu bleiben, aber auch als Informationskanal über interessante Online Marketing Infos und ähnliches. Daher veröffentliche ich auch Informationen, die mir für meine Freunde interessant erscheinen. Wie nutzt ihr eure Social Media Kanäle?