Pierre de Fermat Mathetafel Doodle

Das heutige Mathetafel Doodle wurde zu Ehren des französischen Mathematikers Pierre de Fermat als Google Logo platziert. Pierre de Fermat hätte am 17.August 2011 seinen 410. Geburtstag gefeiert. Er studierte ab 1623 Zivilrecht und wurde nach dreijährigem Studium Anwalt im Parlament de Bordeaux. Danach erkaufte er sich das Amt eines Abgeordneten und war verantwortlich für seinen zugeteilten Verwaltungsbezirk in Frankreich. Zwischen 1626 und 1643 beschäftigte sich Pierre de Fermat sehr viel mit der Mathematik und arbeitete viele Lösungsansätze zu mathematischen Fragen aus. Danach wurde er aufgrund von Unruhen in Frankreich von seinem politischen Amt voll und ganz in Anspruch genommen und konnte sich daher kaum mehr der Weiterentwicklung seiner Formeln widmen. Der französische Mathematiker und Politiker erkrankte 1653 an der Pest und wurde irrtümlich für tot erklärt. Nachdem er wieder halbwegs auf die Beine gekommen ist lebte er noch weitere 12 Jahre und starb 1665 im Alter von 58 Jahren.

Pierre de Fermat Mathetafel Doodle

Mathematische Beiträge von Pierre de Fermat

Nach Pierre de Fermat wurden eine Reihe von mathematischen Formeln benannt, diese entstanden im Zusammenspiel mit den bedeutendsten Gelehrten seiner Zeit. Er entwickelte einige mathematische Grundsätze der heutigen Zeit und behandelte viele Themen zur Zahlentheorie, Wahrscheinlichkeitsrechnung, Variations- und Differentialrechnung. Nach Pierre de Fermat wurden folgende mathematische Grundsätze benannt:

  • das Fermatische Prinzip
  • die Fermatischen Zahlen
  • der Fermatische Zwei-Quadrate-Satz
  • kleiner Fermatischer Satz
  • der Fermatische Primzahlentest
  • großer Fermatischer Satz
  • Faktorisierungsmethode von Fermat
  • Fermatscher Polygonalzahlensatz
  • die Fermat-Punkte eines Dreiecks
Auf eine genaue Beschreibungen der mathematischen Grundsätze von Fermat inklusive Formel und detaillierter Erklärung möchte ich hier nicht genauer eingehen, diese sind jedoch auf Wikipedia genau dokumentiert und nachlesbar.

Mathetafel Doodle zu Ehren Pierre de Fermat

Das heutige Doodle zeigt eine grüne Kreidetafel wie sie manche noch aus ihrer Schulzeit kennen werden. Mit weißer Kreide wurde auf die Tafel der große Fermatische Satz geschrieben und nur das an den Anfang gestellte „G“ lässt noch das Google Logo erahnen. Auffällig beim heutigen Doodle ist auch der Alt-Text des Bildes. Normalerweise ist dort der Anlass für das besondere Logo zu finden, heute verbirgt sich dahinter der Satz: „Ich habe hierfür einen wahrhaft wunderbaren Beweis gefunden, doch ist dieses Doodle zu schmal, um ihn zu fassen!“ Diesen Satz schrieb Pierre de Fermat selbst an den Rand eines Manuskripts, auf das er seine Berechnungen gekritzelt hatte. Dieser ist auch noch heute im einen oder anderen Mathematik Schulbuch zu finden.

Martin Missfeldt vom Tagseoblog hat sich die Mühe gemacht für das heutige Mathetafel Doodle zu Ehren von Pierre de Fermat ein eigenes Video zu erstellen und es mit passender Musik von Johann Sebastian Bach hinterlegt, viel Spaß beim ansehen!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=0Xl3HLLBaws[/youtube]

Alexander Calder wird mit Mobile Doodle gefeiert

Der Künstler und Maler Alexander Calder würde heute seinen 113. Geburtstag feiern und Google ehrt in an diesem Tag mit einem Mobile Doodle oberhalb der Suchleiste. Er wurde 1898 in Pennsylvania geboren und bereits sein Vater und Großvater waren beide als Bildhauer tätig gewesen, die künstlerische Ader lag ihm also schon im Blut. Im Jahr 1930 zog Alexander Calder in die Künstlermetropole Paris und begann dort sich mit den ersten Mobiles zu beschäftigen. Mit seinen beweglichen Drahtkonstrukten war er ein Hauptvertreter der kinetischen Kunst, also jene Kunst die sich bewegt, und er schaffte damit den Sprung in die Abstraktion. Im Alter von 78 Jahren starb Alexander Calder im Jahr 1976 und hinterließ durch die starke Verbindung zu anderen Künstlern weltweit seinen Einfluss.

Alexander Calder Doodle zum 113. Geburtstag

Das interaktive Mobile Doodle zum 113. Geburtstag von Alexander Calder lässt sich mit der Maus anstoßen und bewegen. Danach dreht es sich langsam weiter und ist von allen Seiten betrachtbar. Das Mobile Doodle basiert auf Alexander Calders bekanntestes Werk „The Star“ und verweist zudem noch auf die Calder Foundation. Diese vergibt alle zwei Jahre den Calder Award an lebende Künstler, die sich vorbildlich und innovativ in ihrer Arbeit ausdrücken. Der Award besteht aus $ 50.000, der Möglichkeit eines 6 monatigen Aufenthalts im Atelier Calder in Sachè und der Erleichterung um eines der Werke des Award Empfängers. Diese Werke werden in einer großen öffentlichen Sammlung ausgestellt um Kunstliebhabern ein interessantes Angebot an zeitgenössischer Kunst anzubieten.

Martin Mißfeld war so nett und hat für den Tagseoblog ein Video mit der Bewegung des Alexander Calder Mobile Doodles aufgezeichnet um die Interaktivität und das Schattenspiel besser zu vermitteln. Dieses Video könnt ihr euch mit musikalischem Hintergrund hier in voller Länge ansehen:

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=TuR9EGsTCWk[/youtube]

Google Doodle zum 189. Geburtstag von Gregor Mendel

Mit dem heutigen Erbsen Doodle feiert Google den 189. Geburtstag von Gregor Mendel. Er war ein katholischer Priester, Naturforscher und gilt als Vater der Genetik. Neben seinen Versuchen im Klostergarten verfasste Gregor Mendel auch zwei Bücher über die Entstehung von Pflanzenhybriden. Nach ihm wurden drei Regeln benannt, die bis heute noch eine große Bedeutung in der Tier- und Pflanzenzucht haben. Die Uniformitätsregel, Spaltungsregel und Unabhängigkeitsregel sind die sogenannten Mendelschen Regeln. Ihm zu Ehren wurde in Alt-Brünn ein Denkmal in Form einer Gregor Mendel Statue im Erbsengarten des Klosters aufgestellt.

Gregor Mendel Doodle zum 189. Geburtstag

Das Gregor Mendel Doodle ist meiner Meinung nach sehr gelungen und spiegelt seine Arbeit sehr gut wieder. Die Erbsen kommen daher, da er einen Großteil seiner Tests damit durchgeführt hat. Die „G“ und „y“ sind Bestandteil von Mendel’s Gesetz der Genetik, welches besagt das alle Paare während der Keimzellenbildung isoliert werden und bei der Befruchtung wieder beliebig vereint werden können. Das Verhältnis der Gene liegt laut der Mendelschen Regel bei ca. 1/4 zu 3/4 des y und „Elterngeneration“. Daher finde ich das Gregor Mendel Doodle zu seinem 189. Geburtstag sehr schön gestaltet, da es wenn man in die Tiefe geht einige interessante Informationen indirekt vermitteln kann.

Sommer- und Wintersonnenwende mit Doodle von Takashi Murakami

Die Sommersonnenwende ist jener Tag an dem die Sonne im Lauf eines Sonnenjahres ihren maximalen Abstand vom Himmeläquator erreicht. An diesem Tag kehrt die Sonne ihre Deklinationsbewegung und nähert sich wieder in Richtung des Himmelsäquators. Man kann sich das prinzipiell vorstellen wie ein langsames Pendel, der Himmelsäquator ist dabei der Ruhepunkt des Pendels und je nachdem ob es sich um eine Winter- oder Sommersonnenwende handelt hat die Sonne auf der linken oder rechten Pendelseite den höchsten Punkt bzw. den größten nördlichen oder südlichen Abstand erreicht. Die Sommersonnenwende findet am 21. Juni statt und wird auch als Mittsommer bezeichnet, an welchem in vielen Ländern Feste gefeiert und Traditionen wie beispieslweise das Sonnwendfeuer aufgelebt lassen wird.

Sommersonnwende Doodle von Takashi Murakami

Das heutige Doodle zur Sommersonnenwende stammt vom japanischen Künstler Takashi Murakami, welcher mit seinen Werken internationale Bekanntheit erlangt hat. Diese erreichte er durch Isolation von Motiven der Otaku-Subkultur Gemälde und Darstellung in anderen Zusammenhängen. Medienpräsenz erlangte er erstmal mit einigen Entwürfen für Louis Vuitton Taschen. Takashi Muramaki selbst sieht sich als Grenzgänger zwischen Kunst, Design und Popkultur und nennt seine Werke „Superflat“. Diese Art der Kunst beschreibt eine in seinen Werken fehlende Perspektive in einer von verschiedenen Dimensionen. Neben dem Sommersonnenwende Doodle hat Takashi Murakami auch das Wintersonnenwende Doodle gestaltet und sich ebenfalls als Schriftsteller und Zeichentrickfilm Produzent betätigt.

Wintersonnenwende Doodle von Takashi Murakami

Blutmond Doodle zur Mondfinsternis

Die für heute zwischen 21:30 und 23:50 Uhr angekündigte Mondfinsternis blieb leider zumeist hinter dichten Wolken versteckt. Wer trotzdem einen Blick auf eine Mondfinsternis werfen mochte konnte sich am Blutmond Doodle am 15.06.2011 erfreuen. Den ganzen Tag über war von dem Doodle nichts zu sehen, erst kurz bevor das Spektakel offiziell losging wurde auch das Google Logo verändert und das animierte Blutmond Doodle zur passend zur Mondfinsternis wurde sichtbar. Es besteht aus silberner 3D Schrift auf schwarzem Hintergrund, wobei ein „o“ durch den Mond ersetzt wurde und mit einem Scrollbalken der Fortschritt der Mondfinsternis nachvollzogen werden kann.

Mondfinsternis Doodle mit Blutmond

Entstehung einer Mondfinsternis

Eine Mondfinsternis besteht grundsätzlich aus vier Phasen: der Eintritt in den Halbschatten, der Eintritt in den Kernschatten, der Austritt aus dem Kernschatten und der Austritt aus dem Halbschatten. Diese vier Phasen beschreiben den Weg des Mondes der sich hinter der Erde vorbei schiebt und durch die fehlende Bestrahlung der Sonne abdunkelt. Den ersten Kontakt stellt dabei die Berührung des Mondes mit dem Halbschatten der Erde dar, welcher zu diesem Zeitpunkt für den Beobachter noch durch keine Verdunkelung des Mondes erkennbar ist.

Erst sobald der Mond komplett in den Halbschatten des Mondes eingedrungen ist, bekommt er eine deutliche rot-bräunliche Färbung ab und wandert weiter bis er den Kernschatten der Erde berührt. Dieser zweite Kontakt führt zu einer partiellen bzw. teilweisen Mondfinsternis und die verdunkelte Seite des Mondes schimmert kupferrot. Beim vollständigen Eintritt in den Kernschatten spricht man vom dritten Kontakt, dieser führt zu einer totalen Mondfinsternis. Der vierte Kontakt ist beim Austritt aus dem Kernschatten in den Halbschatten der Erde, sowie Kontakt Nummer Fünf bei dem sich der Mond komplett im äußeren Halbschatten befindet und der sechste Kontakt bei welchem der Mond wieder aus dem Halbschatten austritt.

Bilder der Mondfinsternis vom 15.06.2011

Wie bereits eingangs erwähnt war von der Mondfinsternis aufgrund der starken Bewölkung nur sehr wenig zu sehen. Von eigenen Fotos, die man hätte machen können brauche ich da erst gar nicht sprechen, daher war Oliver Hauser so nett mir ein Foto aus seinem Blog zur Verfügung zu stellen, auf dem man den Wandel des Mondes während der Mondfinsternis im Thalgau sehr schön erkennen kann. Danke noch einmal dafür, Oliver!

Mondfinsternis im Thalgau am 15.06.2011

Gitarren Doodle zum 96. Geburtstag von Les Paul

Der morgendliche Blick auf das Google Doodle hat heute das Herz ein wenig höher schlagen lassen, denn ein so cooles Logo gab es jetzt schon länger nicht mehr. Ich muss sogar sagen, dass mir das Gitarren Doodle zum 96. Geburtstag von Les Paul besser gefällt als der Pacman Klassiker in 2010. Auf den ersten Blick sieht es aus wie eine einfach Grafik, wenn man aber mit der Maus über die einzelnen Saiten berührt verändern diese ihre Farbe, fangen an zu schwingen und erzeugen einen Ton. Noch dazu kann man mit dem grauen (im Screenshot roten) Button auf Tastatursteuerung umschalten und mit den Tasten ein Liedchen klimpern.

Les Pauls Gitarren Doodle

Geschichtliches über Les Paul

Les Paul wurde am 9. Juni vor 96 Jahren im US Staat Wisconsin geboren und wuchs dort in einfachen Familenverhältnissen auf. Schon sehr früh begann er mit dem Spielen der Mundharmonika und entdeckte seine musikalische Leidenschaft. Mit 13 Jahren trate er schon auf der Bühne als halbprofessioneller Country Musiker auf und machte mit seiner Band Rube Tronson’s Cowboys die Gegend unsicher und wechselte anschließend einige Male zu immer erfolgreicheren Bands.

Seine generelle Unzufriedenheit über die damals erhältlichen elektrischen Gitarren ließen Les Pauls eigene Instrumente entwerfen. Daher baute er zwischen 1934 und 1941 gemeinsam mit der Firma Epiphone verschiedene Prototypen für die heutige elektronische Gitarre. Erst Anfang der 50er Jahre kam es zu einer Zusammenarbeit zwischen Les Paul und der Firma Gibson, welche die erste Les Paul Gitarre auf den Markt brachte.

Les Paul zählt nicht nur als Erfinder der E-Gitarre, sondern war auch brillianter Musiker, der den Weg für die Mehrspuraufnahmetechnik legte und Inspirationen für das Musikgeschäft darstellte. Für seine Leistungen in der Musikbranche wurde er gemeinsam mit Mary Ford in die Grammy Hall of Fame aufgenommen und erhielt weitere Preise, die sein Lebenswerk pärmierten. Zuletzt stand Les Paul mit 91 Jahren 2005 gemeinsam mit den berühmtesten Gitarristen im Studio um „American Made, World Played“ aufzunehmen. Am 13. August verstarb er mit 94 Jahren an den Folgen einer Lungenentzündung in New York.

Gitarren Doodle für Les Paul

Wie schon anfangs erwähnt ist für mich das interaktive Gitarren Doodle zum 96. Geburtstag von Les Paul eines der kreativsten in letzter Zeit. Es weckt beim öffnen der Google Startseite Interesse und auch der Wiedererkennungswert für Google ist dabei nicht verloren gegangen. Die einzelnen Gitarrensaiten verfärben sich beim Mousover in die Google Farben Blau, Rot, Gelb und Grün und wenn man die Verbindungspunkte der Saiten gedanklich nachzeichnet, so kann man auch den Schriftzug sehr gut erkennen. Also ein Top-Doodle für einen wichtigen Mann im Musikbusiness und zum Abschluss gibt es noch ein kurzes Video, indem Martin Mißfeld sein Bestes auf der virtuellen Google Gitarre gibt!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=-HZMBr_vnYw[/youtube]

Krawatten Doodle zum Vatertag 2011

Gestern erst zierte das Doodle zum Weltkindertag die Suchzeile von Google und heute gibt es schon das nächste Doodle zum Vatertag 2011. Etwas verwundert war ich schon denn in Österreich ist der Vatertag erst am zweiten Sonntag im Juni und nicht schon am christlichen Feiertag Christi Himmelfahrt. Ursprünglich kommt der Vatertag aus den USA und wird dort zu Ehren der Väter als Gegenstück zum Muttertag gefeiert. 1972 wurde dieser Tag von Präsident Nixon als offizieller Feiertag in allen Bundesstaaten ausgesprochen.

Google Doodle Vatertag 2011

In Deutschland wird der Vatertag an Christi Himmelfahrt gefeiert, da dieser Tag auch als Männer- oder Herrentag bezeichnet wird. Die heutige Form des Feiertages ist Ende des 19. Jahrhunderts in Berlin aufgekommen und breitete sich mit großer Beliebtheit in ganz Deutschland aus. Typisch für den Vatertag in Deutschland sind spontane Herrenpartien, gemeinsame Ausfahrten, Grillausflüge und Großveranstaltungen bei denen massig Alkohol konsumiert wird. Aber auch traditionelle Familienfeste werden immer häufiger am Vatertag gefeiert.

In Österreich findet der Vatertag erst am zweiten Sonntag im Juni statt und wird ähnlich dem Muttertag zelebriert. Ein kleines Geschenk für die Väter und ein paar gemeinsame Stunden mit der Familie gehören in Österreich zum Tagesprogramm am Vatertag. Dieser wird übrigens erst seit 1955 gefeiert und steht ungefähr gleich mit den wirtschaftlichen Ausgaben am Muttertag.

Nun wieder genug zum geschichtlichen Hintergrund in Deutschland und Österreich, jetzt widmen wir uns wieder dem Google Doodle zum Vatertag 2011. Gerechterweise herrscht beim Vatertags Doodle dieselbe Einfallslosigkeit wie auch beim Doodle zum Muttertag 2011, andernfalls wäre es auch ungerecht und man könnte Google die Diskriminierung der Frau vorwerfen. Derselbe fade Hintergrund und anstatt einer Blume ziert ein klassisches Vatertagsgeschenk das Logo, nämlich eine orange Krawatte mit gelben Punkten. Sehr einfallslos und kein Vergleich zum gestriegen Doodle für den Weltkindertag. Hoffen wir, dass das nächste Doodle von Google wieder mehr Kreativität verspricht.

Emil Berliner Doodle zum 160. Geburtstag

Das heutige Google Doodle huldigt dem Erfinder des Vorreiters der heutigen Compact Disc, nämlich Emil Berliner – dem Erfinder der Schallplatte und des Grammophons. Vor genau 160 Jahren ist der gebürtige Hannoveraner das Licht der Welt erblickt und in bescheidenen Verhältnissen bis zu seinem 19. Lebensjahr in Deutschland aufwuchs. Emil Berliner wanderte anschließend 1870 mit einem Freund seines Vaters nach Washington aus und jobbte dort drei Jahre in einem Kurzwarengeschäft. Danach zog es ihn nach New York wo er in einem Labor als Flaschenspüler zu arbeiten begann und nachts am Cooper Institute studierte.

Nach seinem Studium widmete sich Emil Berliner seiner ersten Erfindung – einem Kohlemikrofon für Fernsprecher – die er bei Bell Labs 1877 ausarbeitete. Mit dessen Ertrag richtete er sich ein eigenes Labor ein und meldete 10 Jahre später ein Patent auf einen scheibenförmigen Tonträger an. Ein weiterer Bestandteil seines Patentrechts war ein Gerät, dass die Aufnahme und das Abspielen auf eine Schallplatte ermöglichte, dem Vorläufer des Grammophons. Später lebte er von den Einnahmen durch seine Erfindungen abwechselnd in Großbritannien, Kanada und Deutschland, ehe er im August 1929 in Washington verstarb.Emil Berliner, der Erfinder der Schallplatte und des Grammophons

Ab 1900 erlebte die Schallplattenindustrie den kommerziellen Durchbruch, der ohne die Vorarbeiten von Thomas Edison und Emil Berliner nicht möglich gewesen wäre. Innerhalb weniger Jahre entwickelte sich mit dieser Technologie ein sehr schnelllebiger Industriezweig und auch die Musikindustrie erlebte dadurch einen neuen Aufschwung. Erst 1949 erfolgte über Umwege der Durchbruch der heute bekannten Vinylschallplatte, welche ab Mitte der 80er langsam aber stetig durch die CD ersetzt wurde. Mit der Tonqualität kann eine Schallplatte natürlich nicht mehr mit heutigen Technologien mithalten, sie ist vielmehr Statussymbol und Sammlerstück für viele Menschen.

Weils vom Thema her ganz gut passt kann ich einen meiner derzeitigen Lieblingssongs gleich hier im Anschluss posten. Sympathie von Emil Tischbein ist ein absoluter Stimmungsmacher ganz im Sinne der knacksenden Schallplatten-Musik der 70er Jahre und war einer der österreichischen Anwärter für den Eurovision Songcontest. Viel Spaß beim Reinhören!

[youtube]http://www.youtube.com/watch?v=i5g7LdWUhmo[/youtube]