Meta Tags für SEO optimal einsetzen

Meta Tags sind unsichtbare Informationen im Head Bereich einer Webseite und beinahe alle Crawler gängiger Suchmaschinen lesen diese für die weitere Verwendung aus. Deren Bedeutung erkennt man spätestens dann, wenn man sich einmal die Suchergebnisse zu einem bestimmten Begriff ansieht. Denn Suchmaschinen generieren aus dem Title- und dem Description-Tag die angezeigten Snippets in den SERPs, welche einen grundlegenden Einfluss auf das Klickverhalten haben. Da in vielen Blogs, Foren und anderen CMS diese Angaben oft nur rudimentäre Beachtung geschenkt wird möchte ich auf die wichtigsten Meta Tags genauer eingehen, die für die Suchmaschinentoptimierung und auch Affiliate Marketing optimal eingesetzt werden können.

optimale Meta Tags für SEO

Der Content Type Meta-Tag

<meta http-equiv=“Content-Type“ content=“; charset=“ />

Der Title Meta-Tag

<title>Hier kann dein aussagekräftiger Titel stehen – domain.com</title>

Der Titel Tag ist einer der wichtigsten Angaben, denn er ist ein Onpage Faktor und repräsentiert die Seite auf den ersten Blick für den User in den Suchergebnissen. Der Title Meta Tag sollte möglichst ansprechend gestaltet sein, die wichtigsten Keywords und eine Call to Action beinhalten. Dadurch kann man sich von anderen schlecht optimierter Titles abheben und die Klickrate in den SERPs enorm steigern. Die maximal berücksichtigte Länge des Title Meta-Tags beträgt 65 Zeichen, welche möglichst eingehalten werden sollten, da sonst der Titel unschön abgeschnitten wird. Wer auf auf einen Brand als Domain setzt oder diese etablieren möchte, kann zusätzlich auch noch am Ende des Titles die Domain anfügen.

Der Description Meta-Tag

<meta name=“description“ content=“Hier steht deine sinnvolle Beschreibung der Seite, die dem User einen Vorgeschmack auf den Inhalt liefert.“>

Die Meta Description ist das Aushängeschild der Seite in den SERPs und soll dem User einen ersten Eindruck von den Informationen vermitteln, die er nach dem Klick auf das Snippet erhalten wird. Auch wenn die Description immer mehr an Bedeutung verliert, sollte man sie verwenden um selbst in der Hand zu haben, was in den SERPs angezeigt wird. Die Description sollte ebenfalls wichtige Keywords am Anfang enthalten und nicht länger als 150 Zeichen lang sein, da sie sonst abgeschnitten wird.

Der Keywords Meta-Tag

 <meta name=“keywords“ content=“Keyword A, Keyword B, Keyword C und D“>
Die Meta Keywords waren lange Zeit eine der wichtigsten Onpage Maßnahmen für ein gutes Ranking und deren Gewichtung wurde mit der Zeit stückweise von Google entwertet. Heute sind die angegebenen Keywords mit Abstand das Kriterium mit dem geringsten bis keinem Einfluss. Trotzdem werden sie der Vollständigkeit halber noch gerne angegeben. Wer möchte kann das tun, wer keine Lust dazu hat wird auch keinen Schaden davon haben.

Der Robots Meta-Tag

<meta name=“robots“ content=“index,follow“>

Der Robots Meta Tag kann mit verschiedenen Content Elementen angegeben werden: index, noindex, follow und nofollow. Je nachdem um welchen Seiteninhalt es sich handelt und sollte man hier eine entsprechende Angabe treffen. Der Wert „index,follow“ ist für alle Seiten interessant, mit denen man in den Suchergebnissen erscheinen möchte und deren Links gefolgt werden soll. Ein Beispiel dafür wären alle Inhalts- oder Produktseiten. Der Wert „noindex, follow“ ist für alle Seiten interessant, welche nicht nicht indexiert werden sollen, aber deren Links der Crawler folgen darf. Das können zum Beispiel die Sitemap, Kategorie- oder Tagseiten sein. Der Robots Meta-Tag wird auch gerne im Zusammenhang mit Pagerank Sculpting verwendet um gezielt an eine spezielle Unterseite keine Gewichtung weiter zu geben. Die weiteren Kombinationen und Möglichkeiten der 4 Werte kann man sich vermutlich nun auch schon selbst denken.

Der Language Meta-Tag

<meta name=“language“ content=“en_GB“>

Auch wenn Suchmaschinen Crawler deine Webseite in den meisten Fällen dem richtigen Land zuordnen kann, hilft der Language Meta Tag dabei, wenn man eine Webseite mit mehrsprachigen Inhalten hat. Dieser Tag unterstützt die Suchmaschinen Crawlern dabei die Webseitenbereiche und deren Inhalte dem richtigen Land zuzuordnen. Besonders nützlich ist der Language Meta Tag auch dann, wenn man unter einer Domain mehrsprachige Inhalte veröffentlicht und keine echtes mehrsprachiges Frontend zur Verfügung stellt. Denn dann erfolgt eine Indexierung der Inhalte nach Sprache und Land im Meta Tag.

Der Canonical Tag

<link rel=“canonical“ href=“http://www.ihreseite.de/produkte.html“ />

Der Canonical Tag ist ein Werkzeug um Duplikate Content zu vermeiden, sofern er richtig eingesetzt wird. Damit lässt sich bestimmen welche URL für Suchmaschinen gewertet werden soll und sollte bei so manchem Problem Abhilfe schaffen. Daher sollte man den Canonical Tag einsetzen, wenn eine Domain sowohl mit als auch ohne www erreichbar ist, Inhalte bei der Internationalisierung auf unterschiedlichen Ebenen doppelt verwendet werden, der gleiche Inhalt unter zwei verschiedenen URLs aufrufbar ist, URLs mit Trackingparametern indexiert werden oder wenn Kategorie- oder Tagseiten verfügbar sind. Der Canonical Tag ist aber nicht nur ein sinnvolles Werkzeug um doppelte Inhalte zu vermeiden, sondern er kann auch als Alternative zum 301 Redirect verwendet werden und Linkpower weiter vererben.

Rich Snippets

Bei Rich Snippets handelt es sich um keine tatsächlichen Meta Daten, sondern vielmehr um die wenigen Zeilen Text welche man immer häufiger in den Suchergebnisseiten unter dem Title vorfindet. Durch diese Zusatzinformationen, wie zum Beispiel Produktbewertungen in Form von Sternen oder die Anzahl der Bewertungen, soll der Betrachter Zusatzinformationen zur Seite bzw. dem Produkt erhalten und eine bessere Abschätzung der Relevanz dadurch bekommen. Rich Snippets können mit Microdaten, Microformaten oder RDFa dem Snippet hinzugefügt werden. Eine detaillierte Beschreibung über die Umsetzung ist hier zu finden.

Der Author Tag

<a href=“http://www.gplus.to/florianhiess“ rel=““author“></a> oder <a href=“http://www.gplus.to/florianhiess“ rel=“me“></a>

Bei der Verwendung dieser Link Attribute sorgt man dafür, dass für seine Inhalte im Web das Google+ Profilbild zusätzlich in den SERP Snippets erscheint. Dazu muss auf der Seite idealerweise in einer Autorenbox am Ende des Artikels auf das eigene Google+ Profil verlinkt werden. Anschließend muss man zur Verifizierung zu seinem Google+ Profil einen Backlink zur Seite an der man mitwirkt hinzufügen und öffentlich verfügbar machen. Der Author Tag hat vor allem dann Sinn, wenn man sich mit seinen Suchergebnissen von den anderen abheben möchte und viele Gastartikel schreibt. Es wird auch gemunkelt, dass Google an einem geheimen Author Rank arbeitet , welcher den Trust beeinflusst und in Zukunft auch in Rankings mit einfließen kann.

Der Stylesheet Tag

<link rel=”stylesheet” href=”style.css” type=”text/css”/>

Für einen sauberen Quellcode sollte man Style und Daten soweit wie möglich trennen, damit dieser nicht unnötig aufgeblasen wird. Um dem Client trotzdem die korrekte Website anzuzeigen muss man das Stylesheet Tag setzen und dort den Pfad zur Location am Server der style.css angeben. Den Rest erledigt der Browser beim Aufruf der Seite durch den Besucher.

Probleme mit Meta Tags

Codierungsfehler: Eine falsche Codierung der Meta Tags ist ein klassischer Fehler, der durch invaliden Code zu Indexierungsproblemen führen kann. Daher empfiehlt sich eine regelmäßige Validierung, sobald man Veränderungen auf einer Seite durchgeführt hat.

Duplicate Meta Tags: Eine relativ häufiger Fehler beim Einsatz von Meta Tags ist die Mehrmalige Verwendung der gleichen Angaben für verschiedene Unterseiten. Dadurch entstehen Duplikate Meta Tags, welche das Ranking belasten können. Im Idealfall hat jede Unterseite ihre eigenen Meta Daten welche thematisch auf die jeweilige Seite angepasst sind.

Meta Spam: Dieser ist weder von Besuchern noch von Suchmaschinen gerne gesehen, daher sollte man Meta Spam unbedingt vermeiden. Niemanden interessieren aneinandergereihte und durch Komma getrennte Keywords. Um zu überzeugen gilt hier definitiv weniger ist mehr.

Anordnung der Keywords: Um eine bessere Aufmerksamkeit zu bekommen sollten wichtige Keywords möglichst weit vorne in den Meta Tags platziert werden. Keyword sollten demnach also nach Gewichtung und Zusammenhang sortiert werden. Besteht eine Phrase aus mehreren Keywords, so sollten diese genau in ihrer syntaktischen Beziehung dargestellt und nicht getrennt werden.

Sonderzeichen vermeiden: Hier treten immer weniger Probleme auf, um dennoch auf Nummer sicher zu gehen, sollte man auf die Verwendung von Sonderzeichen verzichten. Dies betrifft jedoch nicht generell Sonderzeichen, denn Gängige, wie etwa Trennstriche, Pipes, etc., können ohne weiteres benutzt werden.

falsche Angaben: Je nach Meta Tag kann die Angabe von falschen Daten ein kleineres oder größeres Problem darstellen. Ein Rechtschreibfehler in der Description ist leicht auszubessern und sollte nicht für viel Aufregung sorgen, wo hingegen eine falsche URL im Canonical Tag fatale Auswirkungen auf die gesamte Website haben kann.