Urheberrechtsverletzungen werden Ranking Faktor – Emanuel Update

In den nächsten Tagen wird Google ein neues Update und damit auch einen zusätzlichen Ranking Faktor im Suchnetzwerk ausrollen. Das Hauptaugenmerk ist dabei auf Webseiten gerichtet, welche gegen Urheberrechte verstoßen und unbefugt fremde Inhalte veröffentlichen. Davon ausgenommen sind große nutzergenerierte Plattformen, wie es zum Beispiel auch das Videoportal Youtube ist, wir auf Golem.de berichtet.

Google Emanuel Update gegen Copyright Verletzungen

„Diese Ranking-Änderung soll dazu beitragen, dass Nutzer seriöse Qualitätsinhalte leichter finden, sei es ein Lied auf der NPR-Musik-Website, eine TV-Show auf Hulu oder neue Musikstreams von Spotify“, hatte Amit Singhal, Googles Senior Vice President Engineering, im Unternehmensblog erklärt. Wie auf onlinemarketin.de bereits hier am Vormittag berichtet wurde.

Wenn man sich die aktuelle Grafik des Transparecy Reports ansieht, dann kann man den drastischen Anstieg der aus den SERPs entfernten URLs klar erkennen. Vor allem einschlägige Filesharing Plattformen und Tauschbörsen sind davon betroffen, da sie von den DMCA Takedowns betroffen sind. Der vollständige Report mit derzeit 128.000 URLs ist hier einzusehen.

Im Grunde genommen ist das Emanuel Update eine positive Sache, da es gegen Piraterie Webseites vorgeht und versucht Inhalte zu schützen bzw. schwerer zugänglich zu machen. Aber ein nicht zu vergessendes Problem, dass der SEOnaut Marco Janck bereits in seinem Artikel zum Google Algorithmus Update angesprochen hat, was passiert mit Mitbewerber Angriffen? Die Chance, dass man durch die Meldung einer Urheberrechtsverletzung aus den SERPs geschossen wird ist im Moment noch nicht einzuschätzen. Eine potentielle Gefahr durch einen missgünstigen Mitbewerber, der durch unfaires Verhalten die eigenen Rankings verbessern möchte ist gegeben.

Copyright Removal Request

Google stellt, wie auch schon bei den letzten Updates, für ungerechtfertigte Abstrafungen durch den Algorithmus ein Kontaktformular zur Verfügung. Es ist jedoch anzunehmen, dass bis der Request bearbeitet wird doch eine Weile verstreichen und damit auch Traffic und Geld verloren gehen wird. Es bleibt also abzuwarten wie einfach es sein wird diesen Ranking Faktor für Bad SEO auszunutzen und wie schnell Google auf falsche Meldungen reagieren kann.

Google hat sein Engagement für saubere Suchergebnisse in den letzten Jahren extrem verstärkt und versucht mit diesem Update einen weiteren Schritt in diese Richtung zu gehen. Nach eigenen Angaben hat Google alleine im letzten Monat über 4,4 Milionen URL Requests wegen Internetpiraterie und der unerlaubten Verbreitung von Inhalten bekommen. Bis das Update also vollständig eingespielt wurde, muss man in den nächsten Tagen wieder mit unregelmäßigen Suchergebnissen rechnen.

[Infografik] Wieso braucht man Quality Content für SEO?

Google und Bing haben es sich zum obersten Gebot gemacht den Benutzern von Suchmaschinen möglichst passende Inhalte mit hilfreichen Informationen in den Suchergebnissen bieten zu können. Mit dem Panda Algorithmus Update hat zumindest Google einen großen Schritt in diese Richtung getan und viele Webseiten mit spamigen Inhalten um etliche Plätze nach hinten verschoben. Das Ziel der meisten Webseiten Betreiber wird sein möglichst gute Rankings zu erzielen und Besucher auf die Seite zu bekommen. Doch wieso qualitativ hochwertiger Content nicht nur für gute Rankings wichtig ist, sondern auch noch andere große Vorteile mit sich bringen kann ist vielen leider noch ein Rätsel.

Was ist Quality Content?

Eine gute Frage, denn Viele stellen sich unter Quality Content einen umgeschriebenen Wkipedia 4-Sterne Text aus einem der üblichen Content Plattformen vor. Da ich selbst regelmäßig Texte bestelle will ich diese nicht völlig verteufeln, denn unter der großen Anzahl an freien Textern befindet sich hin und wieder auch einmal jemand der ohne A4 Seiten langes Briefing versteht was einen guten Text ausmacht. Für mich ist die hohe Qualität eines Textes dann gegeben, wenn der Leser daraus Antworten auf seine Fragen bekommt oder der Inhalt in einer anderen Art und Weise einen Mehrwert für ihn darstellt und genau das dürfte auch aus Sicht der Suchmaschinen guter Content sein.

Quality Content Linkability

Hilfreicher, interessanter, lustiger oder schockierender Content ist verlinkenswert und wird auch gerne freiwillig verlinkt. Was kann man sich als SEO also schöneres wünschen als Inhalte auf einer Webseite die auf natürlichem Weg Links aufbauen, bessere Rankings erzeugen und mehr Besucher auf die Webseite bringen? Stimmt, noch mehr Links! Quality Content wird gerne da verlinkt wo man sonst nur mit viel Zeit- und Überzeugungsaufwand einen Platz bekommt, nämlich direkt aus dem Kontext heraus in einem anderen Artikel und genau deshalb sollte man auf einen Mehrwert für den User bei seinen Projekten achten. Ob dieser Mehrwert nun Informationen, Grafiken, Freebies, Checklisten oder was auch immer sind spielt eher eine Nebenrolle. Wichtig ist der Nutzen für die breite Masse, dann kommen auch Links von alleine und man kann seine wertvolle Zeit auf andere Schwerpunkte etwas verteilen.

Social Impact durch Content

Seit geraumer Zeit beeinflussen auch soziale Signale die Rankings in den Suchergebnissen und wer würde schon eine sinnlose Webseite mit Spaminhalten mit seinen Freunden auf Facebook, Twitter oder Google+ schon teilen? Richtig, niemand! Durch die Verbreitung von Inhalten auf sozialen Netzwerken können durch den Social Impact zusätzliche Seitenbesucher generiert und mehr Aufmerksamkeit erzeugt werden.

Content is (Conversion) King

Mit dem Panda Update hat der Satz „Content is King“ ein Revival gefeiert, das aber nur der halben Wahrheit entspricht. Richtig heißen müsste es „Content is Conversion King“, denn gute Inhalte sind zwar nicht billig, helfen aber auch dabei die Conversions anzukurbeln. Der Seitenbesucher ist früher bereit Geld im Internet auszugeben, wenn die Seite als Ganzen vertrauenswürdig erscheint und dazu trägt natürlich auch qualitativer Content einen nicht unerheblichen Teil dazu bei.

Sehr schön zusammen gefasst wurden diese Punkte übrigens in einer Infografik von Brafton:

Quality Content für SEO Infografik

Wovon ernährt sich der Google Panda?

Das Algorithmus Update von Google hat in den Suchergebnissen einiges verändert und fleißige Optimierer, welche vom Panda Update betroffen sind, müssen ihre Arbeitsweise anpassen. Wer sich nicht an die neuen Spielregeln hält wird mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit mit seiner Webseite in den Suchergebnissen abstürzen und sich eine Weile nicht erholen. Damit man sich besser auf das Panda Update einstellen kann wurden von SEOmoz die fünf größten Futterquellen für den gemeinen Google Panda erarbeitet und alle laufen auf eine Kernaussage von Google zurück: „Baut eure Webseiten für Nutzer und nicht für Suchmaschinen„.

Vorsicht! Google Panda Ursachen

1. wenig Informationsinhalt

Eine Webseite sollte möglichst viel Information für den Nutzer bieten! Wenn diese jedoch so aufgebaut ist, dass man vor lauter Navigation, Werbung und weiterführender Links den informativen Inhalt nicht erkennen kann ist der Besucher und in weiterer Folge auch Google davon nicht begeistert. Wer mit seiner Webseite erfolgreich sein möchte, der sollte sein Augenmerk klar auf den Inhalt legen.

2. Seiten für die interne Verlinkung

Beinahe leere Unterseiten, die nur dazu dienen um bereits veröffentlichte Inhalte mit Rankings weiter nach vorne zu bringen sind vor allem von großen Informationsportalen bekannt. Diese neuen Artikel helfen dem User oftmals nichts und haben nur einen Zweck, nämlich auf die wichtigen Inhalte zu verlinken und aus diesem Grund sieht Google sie als wertlos an. Daher hat das Panda Update auch negative Auswirkungen auf die komplette Webseite, auch wenn es nur einige Unterseiten mit vermeintlichen Spam Inhalten gibt.

3. viele ähnliche Inhalte

Viele ähnliche Inhalte, die nur dem Zweck dienen auf marginal unterschiedliche Keyword Kombinationen zu optimieren sind in den Augen von Google kein Mehrwert für den Suchmaschinenbenutzer und ein gefundenes Fressen für das Panda Update. Daher sollte man, wenn man vom Panda betroffen ist, alle ähnlichen Artikel zu einem zusammenfassen und eingehende Links der alten Artikel weiterleiten.

4. zuviel Werbung

Menschen benutzen Suchmaschinen um Informationen zu erhalten! Wird der Webseiten Besucher aber von Werbung regelrecht erschlagen ist das kein Qualitätskriterium für Google. Daher hat der Google Panda auch Bannerfarmen zum Fressen gerne und zieht sie deshalb auf die hinteren Plätze in den Suchergebnissen. Gegen die Monetarisierung einer Webseite ist nichts einzuwenden, man sollte es jedoch nicht übertreiben und Werbemittel in einem gesunden Verhältnis zum Inhalt platzieren.

5. Affiliate Links und generiete Inhalte

Und nun zur eigentlichen Ursache weshalb der Panda über die ganze Welt hereingebrochen ist: spammige Affiliate Webseiten befühlt durch automatisch generierte RSS Feeds mit Content Spinning. Diese Projekte der schwarzen Schafe unter den Affiliates haben Google erst dazu gebracht dieses Algorithmus Update zu entwickeln und einzuspielen, da diese Webseiten für den User keinen Mehrwert boten und trotzdem oft die eigentlichen Informationsseiten von den vorderen Plätzen verdrängt haben. Wer auf riesige Blognetzwerke mit RSS Feeds gesetzt hat, der wird in nächster Zeit sehr viel zu tun haben.

Fazit zu Ursachen des Panda Update

Der Google Panda hat alles zum Fressen gern das für einen Otto-Normal-User keinen Mehrwert darstellt oder darauf schließen lässt, dass die gebotenen Inhalte nicht genügend Qualität bieten um in den vorderen Plätzen der Suchergebnisse bestehen zu können. Das Panda Update wird dafür sorgen, dass man sich bei einem Webprojekt mehr Gedanken über den Aufbau und die Struktur machen muss. Der Besucher und der Mehrwert für diesen rückt weiter ins Zentrum und spielt eine noch größere Rolle und genau das ist der richtige Weg. Wie bei einer Software wird es auch im Google Algorithmus nach wie vor einige Lücken geben, in die man vordringen kann, aber wer langfristig und beständig sein Geld im Internet verdienen will wird mit solchen „Lückenfüllern“ nicht auf Dauer bestehen können.