Pril mit Hähnchengeschmack, bitte!

Der Spülmittelhersteller Henkel hat sich gedacht sie starten einen Design Wettbewerb und lassen ihre Kunden entscheiden, welcher der eingesendeten Vorschläge demnächst zwei limited Edition Motive der Pril Etikette in Deutschland zieren soll. Wenn man an klassische Spülmittel denkt fällt einem wahrscheinlich als erstes grüne, leicht zähe Flüssigkeit und Blumenduft oder ähnliches ein. Peter Breuer hat sich das aber anders vorgestellt und statt der gestempelten Blümchen und bunten Vögel bewusst zum Stift-Werkzeug gegriffen und ein Hähnchen zum besten gegeben. Mit einem Tweet am 8. April hat die „Pril mit Hähnchengeschmack“ Etikette ihren Aufstieg über die Social Media angetreten und hat es bis heute unter rund 34000 Einsendungen auf Rang 1 mit über 8000 Votes geschafft.

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Die Macher der Kampagne „Mein Pril – Mein Stil“ wollten mit dieser Aktion wahrscheinlich die Premium Marke unter den Spülmitteln auch bei der jüngeren Web-Generation beliebter machen. Nach Marketing Hoppalas wie dem Otto Mode Wettbewerb via Facebook, bei dem ein weibliches Model für ein Fotoshooting gesucht wurde und im Endeffekt ein nachlässig als „Brigitte“ verkleideter Mann das Rennen gemacht hat, haben Marketing Agenturen dazugelernt. Daher hat sich auch Henkel für solche Fälle wie „Pril mit Hähnchengeschmack“ ein Hintertürchen offen gehalten und lässt eine mehrköpfige Jury unter den Top 10 Etiketten Designs die zwei Gewinner ermitteln.

Für mich ist das bisherige Ergebnis dieser Marketing Aktion erneut ein Beweis dafür wieviel Power in Social Media steckt und was man damit alles erreichen kann. Man stelle sich vor 8000 Leute müsste man offline dazu bewegen bei einem Voting mitzumachen, das wäre mit einem Aufwand verbunden der alle Grenzen durchbrechen würde. Doch ein Social Media Hype macht es möglich und lässt ein Pril mit Hähnchengeschmack fast wie von alleine durch Tweets, Likes und Shares auf Facebook an eine Vielzahl an Personen verbreiten. Auch wenn die Hähnchenetikette nicht zu den beiden Gewinnern gehören sollte, einen Sonderpreis hätte sich Peter Breuer auf jeden Fall verdient, denn diese Reichweite wäre sonst nie erzielt worden.

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