Wirkung von organischen Rankings auf Adwords Anzeigen

Das Ziel vieler Unternehmen ist es mit ihren Adwords Anzeigen Traffic auf ihre Website zu bringen und diesen anschließend zu verwerten. Damit im Laufe der Zeit die Kosten für solche Werbeausgaben sinken wird meist parallel dazu auch SEO betrieben um die bezahlten Anzeigen durch organische Rankings zu ersetzten. Im letzten Jahr wurde von Google zum ersten Mal eine Studie veröffentlicht, in der die Wirkung von organischen Rankings auf Adwords Anzeigen untersucht wurde. Das Ergebnis daraus war, dass 89% der Besuche auf Websites durch Ad-Klicks nicht durch organische Klicks ersetzt werden.

Die Ersteller der unten angezeigten Infografik haben sich nun zu folgenden zwei Fragen Gedanken gemacht:

1) Wie oft wird eine Impression von einem zugehörigen organischen Ergebnis des gleichen Betreibers in den SERPs begleitet?

2) Wie wechselt sich der inkrementelle Zusammenhang der Klicks auf Adwords Anzeigen mit Klicks auf organische Ergebnisse ab?

Während die Ergebnisse dieser Auswertungen einen Hinweis auf allgemeine Trends liefern, kann trotzdem keine Pauschalaussage dazu getroffen werden. Das heißt für Werbetreibende führt kein Umweg an randomisierten Experimenten vorbei, um zu sehen wie die Wirkung von organischen Rankings auf Adwords Anzeigen in ihrem Umfeld ausfällt. Wer einen Blick auf die allgemeinen Ergebnisse von Googledata werfen möchte, kann das unter folgendem Link machen.

Da die Studio über die Wirkung von organischen Rankings auf Adwords Anzeigen direkt von Google kommt, sollte man beim Lesen dieser immer etwas Vorsicht walten lassen. Wie das mit Studien üblicherweise so ist, gibt es jemanden der diese finanziert hat und derjenige soll am Ende doch nicht schlecht dastehen, oder?

Impact von organischen Rankings auf Adwords

 

SEO vs Social Media – Wodurch mehr Aufmerksamkeit?

Im Kampf um die weitreichendste Aufmerksamkeit im Web stehen meist SEO, SEA und Social Media gegeneinander im Ring. Schließlich spielen für strategische Entscheider meist der zu erbringende Aufwand und der zu erwartende Nutzen die Hauptrolle um Maßnahmen in die eine oder andere Richtung einzuleiten. Die Agentur für kreative Medien MGD hat deshalb versucht diese Entscheidung etwas zu erleichtern und einige Daten und Fakten zur Frage: „SEO vs Social Media – Wodurch erhält man mehr Aufmerksamkeit?“ zusammengetragen und in einer Infografik aufgearbeitet.

Die Suchmaschinenoptimierung ist für viele ein klar messbarer Weg für mehr Aufmerksamkeit und es ist sich der Großteil in diesem Punkt einig. Es funktioniert und kann große Aufmerksamkeit für seine Marke/sein Produkt erzeugen, jedoch ist der Erfolg stark abhängig von investierter Zeit und Geld. Wer hier an den richtigen Stellen nach dem Motto „Viel hilft auch viel“ investiert kann sich einer entsprechenden Reichweite sicher sein.

Obwohl auch bei SEO großteils nur Vermutungen und Erfahrungswerte im Vorfeld dargestellt werden können, zählt Social Media trotzdem als schwerer messbar und in den Wolken schwebend. Der Return of Investment ist nicht exakt bestimmbar und die Aufmerksamkeit, die man durch Maßnahmen erzielt ist nicht vorhersehbar, da durch gezielte Aktionen virale Effekte mit spaltbarer Reichweite erzielt werden können.

Was im SEO vs Social Media Battle in der Infografik nicht berücksichtigt werden sind Maßnahmen wie etwa bezahlte Anzeigen, sowohl in Suchmaschinen als auch in sozialen Netzwerken. Da das Ergebnis wie zu erwarten kein entweder-oder, sondern ein sowohl-als-auch ist wäre es interessanter gewesen SEO und Social Media auf einen Nenner zu bringen und bezahlten Anzeigen gegenüber zu stellen.

SEO vs Social Infografik

Quelle: http://www.mdgadvertising.com/blog/social-vs-search-infographic/

E-Day 2012 – eBusiness sicher, smart, mobil

Heute war ich zum zweiten Mal auf einer Veranstaltung der Wirtschaftskammer mit Online Marketing Themen und zum ersten mal überhaupt am E-Day in Wien. Begonnen hat das Event recht spannend und vor allem auch lustig mit der Keynote „E-Business – sicher/smart/mobil“ von Gunter Dueck. Auf Empfehlung habe ich mir auch eine seiner anderen Vorträge angesehen und kann ebenfalls nur sagen: wer ihn noch nicht kennt, sollte sich das Video unbedingt ansehen! Danach folgte noch eine Podiumsdiskussion zum Thema der Veranstaltung und in der ersten Pause begann das Networken. Im Anschluss folgten einige interessante Zahlen und „Best Practice“ Beispiele von Roland Trnik und Karim-Patrick Bannour, bei denen auch der Hauptsaal aus allen Nähten platzte.

Wild Dueck in Action

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Nach der Mittagspause folgte die zweite Keynote zum Thema „Die Zukunft von Marketing mit Google“ und einer angekündigten Präsentation verschiedener Google Tools, Vorteilen und Tricks von Google+. Der erste Teil des Dreigespanns vom Country Manager Google DACH Stefan Tweraser präsentiert und gar nicht so uninteressant, zumindest wurde ein bisschen über Digital Natives und Digital Imigrants geplaudert. Die darauf  folgenden zwei Drittel der Google Keynote wurden für Produktpräsentationen verwendet zu denen ich in meinem Fazit zum WKO E-Day 2012 noch ein paar Zeilen verlieren werde. Am Nachmittag folgten noch zwei Workshops zu den Themen Facebook Marketing mit den Socialisten und Location Based Services/NFC wieder mit interessanten Informationen und kurz darauf für mich ein persönliches Beratungsgespräch mit einer Google Mitarbeiterin. Und das war es dann auch schon mit meinem Aufenthalt beim E-Day 2012 in Wien.

Google Keynote am WKO E-Day 2012

Fazit zum E-Day 2012

Ich bin mit der Erwartung neue Informationen und einige Trends für 2012 zu hören auf den E-Day nach Wien gefahren, außerdem wollte ich bestehende Kontakte treffen und einmal persönlich kennenlernen. Meiner Meinung nach war es nach der Keynote aber auch schon fast vorbei mit der Zukunftsmusik am E-Day 2012, denn abgesehen von einigen Infos zur gestern erschienen Timeline für Fanpages, LBS und NFC war beinahe alles was ich ab hier gesehen habe leider nur sehr seichte Informationen. Der Tiefpunkt wurde verwundlicherweise dann in der Google Session erreicht, denn die Vorstellung war einfach nur peinlich. Ein Panel mit dem reißerischen Titel „Die Zukunft von Marketing mit Google“ zu vergewaltigen und daraus eine Adwords Verkaufspräsentation auf absolutem Beginner Niveau zu machen finde ich schon recht heftig. Doch dann folgte noch die Krönung in Forum der „Vorteile und Tricks mit Google+“. Auf die Erklärungen eines Google Software Engineers wie cool Google+ ist, weil man seine Kontakte in Kreise schieben und damit nach Interessen strukturieren kann und Statusmeldungen über Google+ Buttons die fast in Echtzeit in der Timeline erscheinen, habe ich schon ewig gewartet. Leider blieben hier die wahren Vorteile und Tipps für User und Unternehmen leider aus und man hätte anstatt eines Developers lieber einen Sales Represantative auf die Bühne gestellt. Um das scheinbar vorhergesehene Debakel nicht auch noch öffentlich über die Twitterwall kommentiert zu bekommen wurde diese während der Google Präsentation mit deren Logo ersetzt. Was aber auch nicht gegen die aus dem Saal fliehenden Besucher des E-Days 2012 geholfen hat. Ein Lichtblick war dann zum Glück noch das persönliche Beratungsgespräch im Google Corner durch das ich einige Optimierungsansätze im Adwords Account bekommen habe und einige Kontakte, die ich knüpfen konnte.

5 Schritte Bauanleitung zum SEOlytics Maskottchen

Die Tickets zur SEOCampixx sind jedes Jahr heißbegehrte Ware, aber das dürfte mittlerweile ja auch kein Geheimnis mehr sein. SEOlytics verlost aktuell ein Ticket unter allen, die dem Maskottchen ihre Stadt zeigen und dabei Kreativität beweisen. Da ich beim F5 Battle leider zu langsam war hoffe ich also nun auf das letzte SEOCampixx 2012 Ticket mit SEOlytics. Das SEOlytics Maskottchen wurde zum Download zur Verfügung gestellt und ich wollte es mir ursprünglich entweder „lebensgroß“ auf ein Plakat oder über Spreadshirt auf einen grünen Hoodie drucken lassen. Beides war aus privaten Terminen und Lieferzeitgründen leider nicht umsetzbar, also habe ich mir eine Bauanleitung in 5 Schritten zum lebensgroßen SEOlytics Maskottchen überlegt und umgesetzt.

Dafür benötigtes Material: 1 großer Amazon Karton, 1 Rolle Klebeband, 1 Kleberoller, 1 scharfes Stanleymesser, 16 Blatt weißes Papier, etwa 3 Stunden Zeit und natürlich die Grafik.

Schritt 1: Vektorgrafik besorgen

Da die Grafik des Maskottchens nur als PDF im A4 Format zur Verfügung gestellt wurde war eines schnell klar: das reicht nicht aus um eine A0 Figur daraus zu produzieren ohne in der Qualität Abstriche machen zu müssen. Also habe ich im SEOlytics Blog einfach einen Kommentar hinterlassen und nur kurze Zeit später hat mir Jens Heickmann die EPS Datei mit den Worten „Damit kannst du dir das Maskottchen so groß ziehen wie du magst, aber jetzt sind wir alle sehr gespannt, was du draus machst.“ per Mail geschickt. Ich hoffe es gefällt euch! 😉

Schritt 2: große Amazon Schachtel vorbereiten

Damit auch eine halbwegs stabile Unterlage für das SEOlytics Maskottchen vorhanden ist benötigt man eine große Schachtel, am Besten von der letzten Bücher Bestellung bei Amazon. Ein paar Schnitte und Klebebandstreifen später hat  man also eine brauchbare Unterlage für die einzelnen Papierblätter. Zusätzlich kann man den Karton auf der Rückseite noch ein bisschen verstärkt, damit die fertige Pappfigur auch aufrecht stehen bleibt und nicht umknickt.

SEOlytics Maskottchen Bastelanleitung

Schritt 3: Grafik slicen und drucken

Die EPS Datei muss im dritten Schritt an DIN A0 angepasst werden und da mein HP Officejet 6500 nur A4 Format drucken kann wird das Maskottchen anschließend in 16 Slices geteilt und als einzelne Grafiken abgespeichert. Nach dem randlosen Ausdruck auf weißem Druckerpapier kann das Maskottchen auf den vorbereiteten Karton aufgelegt werden.

Schritt 4: Blätter zusammen kleben

Die einzelnen Blätter werden zunächst mit Klebestreifen zusammengeklebt damit sie das Gesamtbild ergeben. Anschließend wird die Kontur des SEOlytics Maskottchens mit dem Kleberoller nachgezogen und auch innerhalb dieser einige Flächen mit Klebstoff versehen. Nun kann das A0 Plakat umgedreht und auf den Karton angebracht werden. Damit auch alles ordentlich kleben bleibt kommt einem der Hauskater zur Hilfe und beschwert die Klebestellen. Alternativ dazu kann man auch Bücher, Töpfe oder andere Gegenstände zu Hilfe nehmen.

SEOlytics Maskottchen Bastelanleitung

Schritt 5: Maskottchen ausschneiden

Nach einer kurzen Trocknungszeit von etwa 15 bis 20 Minuten kann man sich das Stanleymesser zur Hand nehmen und das SEOlytics Maskottchen an der äußeren Kontur sauber ausschneiden. Hier gilt es unbedingt davor die Klinge zu kontrollieren. Sollte sie nicht mehr scharf sein kann es passieren, dass der Ausdruck beim Ausschneiden einreißt oder ausfranst. Sollte der Kleberoller nicht ausreichend halten kann man am Rand zusätzlich noch einige Streifen Klebeband anbringen. Fertig!

SEOlytics Maskottchen Bastelanleitung

Das fotografische Ergebnis

Hier könnt ihr noch das Endergebnis für das SEOlytics Gewinnspiel sehen. Da am Faschingsdienstag die Schminkfarben sowieso in Reichweite waren hat mir meine Frau das Gesicht geschminkt und mir hat nur noch das rote Cape gefehlt, dann wäre ich glatt als SEOlytics Maskottchen Double durchgegangen. Auch wenn es mit dem SEOCampixx Ticket nichts werden sollte war es auf jeden Fall eine lustige Aktion und hat nicht nur mir Spaß gemacht.

SEOlytics Maskottchen Bastelanleitung

SEOlytics Maskottchen Bastelanleitung

Anatomie erfolgreicher Webseiten

Die wenigsten Webseiten werden durch Zufall zu einem Erfolg. Hinter den Meisten steckt ein gut durchdachtes Konzept und die Design Agentur Roi Media hat dazu eine Infografik unter dem Titel „Die Anatomie einer perfekten Webseite“ erstellt. Darin wird der Aufbau erfolgreicher Webseiten mit Webdesign, Navigation, Social Media, Usability, SEO, Content, Tracking & Analytics und dem Footer definiert. Jede dieser einzelnen Zutaten sollte bei der Planung und Konzeption einer Webseite beachtet werden und trägt seinen Teil zum gesamten Erfolg bei. Fehlt euch in der Grafik etwas Essentielles oder stimmt ihr dem überein?

Anatomie erfolgreicher Webseiten

Quelle: http://www.roimedia.co.za/

Wie funktioniert die Safe Search?

Das Internet macht es vielen Jugendlichen möglich Inhalte für Erwachsene zu konsumieren und nicht nur Eltern haben es sich zur Aufgabe gemacht ihre Kinder davor zu schützen. Bei Google gibt es dazu den SafeSearch Modus in den Sucheinstellungen und damit werden Webseiten, die nicht der Allgemeinheit zugemutet werden können aus den Suchergebnissen gefiltert und ausgeschlossen. Im Jahr 2000 war Matt Cutts persönlich noch dafür verantwortlich explizite Suchergebnisse manuell aus den SERPs zu filtern. Mittlerweile funktioniert ein Großteil des Safe Search Filters automatisch und überprüft die Gewichtung von Keywords und wie oft sie auf der Zielseite vorkommen. Obwohl das System recht gut funktioniert kommt es doch hin und wieder vor, dass jemand ungerechtfertigt im Safe Search Filter landet. Hier gibt es Abhilfe über ein Google Formular über welches man die Überprüfung seiner Webseite beantragen kann.

im aktuellen Google Webmaster Central Video antwortet Matt Cutts auf die Frage wie dieser Filter für die organische und Bilder Suche funktioniert und gibt einige Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart.

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Facebook Timeline 2004 – 2012

Facebook ist nicht nur das größte Social Network weltweit, sondern gehört auch zu einem der ältesten. Am 4. Februar feierte Facebook sein 8 Jähriges bestehen und die Gründung durch Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Eduardo Saverin und Chris Hughes. Laut aktuellen Nutzerangaben befinden sich über 800 Millionen User im sozialen Netzwerk und Facebook plant gerade seinen Start an der Börse. Laut Offenlegung der Zahlen des vergangenen Jahres hat Facebook einen Reingewinn von beinahe 700 Millionen Dollar erwirtschaftet und das ist schon eine schöne Summe wenn man bedenkt was andere Netzwerke für Umsätze generieren. Der Börsengang ist sozusagen ein verdientes Geburtstagsgeschenk und aus diesem Grund wurde auch eine offizielle Infografik über die Firmengeschichte von Facebook in einem Überblick als Timeline veröffentlicht. Die Grafik zeigt wie schnell Facebook an Nutzern und Erweiterungen zunimmt und wie sich das Netzwerk in den letzten 8 Jahren entwickelt hat.

Facebook Timeline 2004 bis 2012

Interview mit Jörg Dennis Krüger zum Conversion College

Anlässlich des Conversion College, welches am 15. Februar zum ersten mal startet habe ich den Organisator und Hauptdozenten Jörg Dennis Krüger um ein Interview gebeten. Dennis hat in folgenden 10 Fragen Statements zum Thema Conversion Optimierung und dem Conversion College beantwortet. Vorab schon einen herzlichen Dank an Dennis für die genommene Zeit und sehr ausführlichen Antworten zu einem spannenden Thema, dass auch den SEO Schwerpunkten des Jahres 2012 gehören wird.

Jörg Dennis Krüger Conversion Boosting1) Hallo Dennis, kannst du dich bei den Bloglesern bitte kurz vorstellen und ein bisschen etwas über dich erzählen?

Ich bin 31 Jahre alt und wohne mit Frau und Hund in München. Online bin ich seit Mitte der 90er – damals noch via verschiedenen Mailboxen. Seit etwa 1997 bin ich im Internet unterwegs, meine erste Website hatte ich spätestens 1999 – schon damals habe ich Schulungen und IT-Beratung angeboten. 2000-2007 habe ich mich intensiv mit dem Thema Content Management beschäftigt. Seit 2007 hat sich der Fokus zu Website-Optimierung verlagert. Seit 2009 leite ich den Geschäftsbereich „Conversion-Optimierung“ bei einem internationalen Netzwerk für Performance-Marketing.

2) Viele Experten sind der Meinung Conversion Optimierung wird in Zukunft für die breite Masse noch wichtiger werden, warum glaubst du ist das so?

Conversion-Optimierung ist der nächste Schritt in der Website-Evolution. Weg vom Verkaufsprospekt, hin zum auf den User ausgerichteten Kanal. Conversion-Optimierung lebt davon, dass man Websites nun auf Basis des tatsächlichen Besucherhaltens optimieren kann – lange Diskussionsrunden von Experten und Marketern sind nicht mehr notwendig. Dies ist nicht nur viel effektiver, es ist auch günstiger und sorgt für mehr Zufriedenheit bei den Besuchern.

3) Bei der Suchmaschinenoptimierung tauchen immer wieder die gleichen Fehler auf und wiederholen sich häufig von Kunde zu Kunde. Ist das bei der Conversion Optimierung ähnlich? Was sind deiner Meinung nach die Klassiker unter den Conversion Fehlern?

Bei SEO hat man den Vorteil, dass derjenige, für den optimiert wird, immer der selbe ist: Google. Darum kann man gut Ratschläge geben, auf was Google gut und auf was schlecht reagiert. Bei der Conversion-Optimierung ist dies leider nicht so: jede Website hat einen ganz eigenen Besucher-Mix. Und selbst auf einer einzigen Website gibt es unterschiedliche Produkte und unterschiedliche Traffic-Quellen. Vor kurzer Zeit haben mein Team und ich für die Bank of Scotland optimiert. Das Ergebnis: Die Landingpages für die Produkte „Tagesgeld“ und „Festgeld“ müssen komplett unterschiedlich aussehen. Was auf der einen Seite wunderbar funktioniert, funktioniert auf der anderen gar nicht. Deshalb sind pauschale Ratschläge, Checklisten und mehr nicht nur ungenau, sondern auch gefährlich – schnell „optimiert“ man in die falsche Richtung.

4) Dein Buch „Conversion Boosting mit Website Testing“ gehört zu einem Standardwerk für Einsteiger. und sollte in keinem Bücherregal eines Online Marketers fehlen. Welche Fachbücher kann man bei dir zu Hause noch finden?

Derzeit lese ich „Business Model Generation“, ein wunderbares Buch, wenn es darum geht, Geschäftsmodelle zu verstehen und eigene zu entwickeln. Daneben steht natürlich Website Boosting im Regal. Aber auch Fachbücher zu PHP, JavaScript und das Google Analytics Buch von meinem Ex-Chef Timo Aden stehen in Griffweite.

5) Conversion Optimierung ist ein spannendes Thema. Wie wird die Thematik deiner Meinung nach in Zukunft aussehen? Was könnte sich zu heute verändern?

Derzeit denken noch viele, dass Conversion-Optimierung einfach das Abarbeiten von Best-Practices ist. Das Verständnis für Splittesting kommt erst ganz langsam an. Wenn es aber einmal „Klick“ macht, verändern sich dadurch ganze Unternehmen. Man muss nicht mehr abwägen, was wohl das beste wäre: man testet es einfach. Dabei geht es nicht darum, nur schnelle Erfolge zu generieren. Man kann seine Besucher kennen lernen und langfristige Strategien entwickeln, die ganz auf die individuellen Besucher angepasst sind.

Conversion Boosting College

6) Wie bist du auf die Idee gekommen ein Conversion College als Video-Webinar anzubieten und wie hast du deine Gastdozenten für die Idee gewinnen können?

Es fehlt einfach an guten Wissensquellen für die Online-Marketer da draußen. Ich gebe schon sehr lange Schulungen – also wollte ich auch welche zum Thema Conversion-Optimierung geben. Doch Live-Schulungen sind problematisch, insbesondere weil sie an eine Zeit und einen Ort gebunden sind. Genau das Feedback erhielt ich auch zu meinem Conversion-Workshop im Oktober 2011 in München. Und es sind sogar trotzdem Teilnehmer aus Berlin nach München gekommen! In den USA sind Online-Fortbildungen, gerade für Online-Marketing-Themen, sehr angesagt. Darum lag es nahe, das Ganze in eine Online-Fortbildung zu transformieren. Das Conversion Boosting College ist dabei mehr, als ein Video-Webinar. Zu jedem Thema gibt es schriftliches Begleitmaterial, Aufgaben und Lernzielkontrollen. Es ist eher ein Fernstudium, bei dem man nicht so viel lesen muss.

Astrid Staats (manche kennen Sie vielleicht als „Nerd in Skirt“) und Frank Reese sind tolle Kollegen, die ihr Fach wirklich verstehen. Frank war recht schnell begeistert, bei Astrid hatte ich etwas Mühe, sie zu überzeugen. Sie ist einfach eine Perfektionistin und wollte eine solche Aufgabe nicht in ihrem vollen Terminkalender irgendwo zwischen schieben. Doch sie hat sich die Zeit genommen und das Ergebnis ist wirklich gut geworden.

7) Welche „Werkzeuge“ bekommen Conversion College Teilnehmer während der Lernphase in die Hand und womit können sie auch nach dem Abschluss noch weiterarbeiten?

Es wird wirkliches Wissen vermittelt, dass man so nirgends bekommt. In meinem Buch findet man zwar schon einiges – im Conversion Boosting College wird aber alles viel ausführlicher und tiefer behandelt. Auch gibt es einige Themen, die im Buch nicht intensiv behandelt werden: beispielsweise, wie man Widerstände im Unternehmen abbaut oder eine optimale Testing-Roadmap entwickelt. Im College ist noch viel mehr Praxisbezug, als im Buch. Die Teilnehmer bekommen ein vielfältiges Wissen geliefert, dass sie in die Lage versetzt, die Optimierung richtig zu planen. Es ist aber primär keine „Do it yourself“-Anleitung, sondern vermittelt auch das Wissen, wie man Dienstleister für die Optimierung richtig auswählt, steuert und kontrolliert.

8) Bei Bestehen der Abschlussprüfung darf man sich über eine Zertifizierung zum „Conversion Boosting Fachmann“ freuen. Wie wird die Wissenskontrolle durchgeführt werden?

Es gibt einen Pool aus über 200 Fragen. Die Prüfung besteht aus 50 zufällig ausgewählten Fragen, von denen man 40 richtig beantworten muss. Das Ganze ist also sehr ähnlich, wie die Zertifizierungen, die beispielsweise Google anbietet.

9) Welchen Tipp kannst du all jenen geben, die noch nie etwas von Conversion Rate oder Conversion Optimierung gehört haben?

Je früher man sich damit beschäftigt, desto besser! Wer im Online-Marketing unterwegs ist, muss sich mit dem Thema beschäftigen – früher oder später. Also sollte man ruhig gleich damit anfangen, denn es ist ein echter Wettbewerbsvorteil, wenn man mehr Conversions aus seinen Besuchern generiert. Man muss es aber auch richtig machen. Deshalb ich Fachwissen – egal, ob aus Schulungen, Büchern, Blogs und Co. – wichtig und man sollte nicht zu viel Zeit damit verbringen, alles selbst erkunden zu wollen.

10) Abschließend bleibt von meiner Seite nur zu sagen: vielen Dank für das Interview. Hast du noch ein paar letzte Worte an interessierte Blogleser als Einstimmung auf das Conversion College?

Auch ich bedanke mich sehr für das Interview. Ich hoffe, viele Fragen beantwortet zu haben. Sollte es noch Fragen geben, bin ich gerne da – entweder in den Kommentaren unter diesem Beitrag oder per E-Mail. Wer das Frühbucher-Angebot nutzen und 200,00 Euro sparen möchte, muss sich langsam beeilen: noch bis 14.2. gilt der Sonderpreis.