things to do in a city detail

Google Konkurrenz für Reise Publisher

In den vergangenen Tagen hat Google den Reiseführer Frommer gekauft und wenige Tage darauf kann man schon das erste Travel Feature in der Google Suche entdecken. Wer unter Google.com nach „Things to do in …“ sucht und die Stadt einsetzt, in die er gerne reisen möchte, bekommt vor den Suchergebnissen eine prominente „Tourist attract“ Bar angezeigt.

things to do in a city

Google geht mit diesem Feature unter die Publisher und veröffentlicht, nicht wie beim Kauf des Restaurantführers ZAGAT, redaktionelle Inhalte. Kombiniert mit dem Google Knowledge Graph, bei dem an der rechten Seite der Suchergebnisse weitere Informationen zur ausgewählten Sehenswürdigkeit angezeigt werden, ergibt dieses Feature interessante Informationen für Kultur und Städte Urlauber.

Google als virtueller Reiseführer – Gefahr für Affiliates?

Die Frage ob Google selbst als Publisher in Zukunft auftreten wird, stellt sich schon lange und die Antwort wird durch Features wie „Things to do in …“ nur untermauert. Da Google hier deutlich Vorteile hat und vor allem auch durch die prominente Platzierung und die auffallenden Bilder eine besonders hohe Aufmerksamkeit bekommt, steigt man als Publisher in den organischen Suchergebnissen oder der bezahlten Suche schlechter aus. So wie die Integration aktuell ausgeführt ist stellt das „Things to do in …“ Feature eine klare Bedrohung für jeden Publisher im Sightseeing Reisebereich dar.

Things to do in … – Chance für Recherche

Soweit ich die angezeigten Informationen bisher bewerten kann, werden die Bilder nicht random angezeigt und man kann eine gewisste Gewichtung in die Reihung der Ergebnisse legen. Dadurch hat man als Publisher die Chance dieses Feature für die Recherche zu nutzen und Informationen zu den meist gesuchten Sehenswürdigkeiten zu sammeln. Wenn man also kein entsprechendes Tool zur Hand hat, könnte man mit diesem Feature eine einfache Keywordrecherche durchführen und die Reihung in der Gewichtung berücksichtigen.

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Fazit

„Things to do in …“ ist Fluch und Segen zugleich, wobei der negative Teil weit größer ausfällt als der Positive. Egal ob es um Restaurant Bewertungen für Google+ Local, Informationen zu Hotels und Airlines oder Sehenwürdigkeiten geht, Google baut seine Content Elemente immer weiter aus und will anscheinend selbst zu seinem größten Publisher werden. Und nimmt damit zugleich den bisherigen Content Lieferanten Traffic weg. Bewusst um mehr Adwords Anzeigen verkaufen zu können? Don’t be evil!

Interessant wäre dieses Feature, wenn man durch gezielte Optimierung des Brands und mit mehrwertreichen Informationen für eine Sehenswürdigkeit auch als Ergebnis in der Detailinfo angezeigt werden würde. Als einer von x Sitelinks oder weiterführende Informationen hätte man trotz des Content Elements von Google, die Chance prominent gesichtet zu werden und Traffic zu generieren. Diesen Status zu erlangen wäre für viele eine Herausforderung und würde im Reisebereich sicher für Zündstoff sorgen.

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