Gute Texte schreiben in 5 Schritten

Posted on 23. Apr, 2012 by in Affiliate Marketing, SEO

Im Internet gibt es unzählige Guides und Ratgeber zum Verfassen „guter“ Texte. Drücken Sie sich kurz und prägnant aus, vermeiden Sie Wiederholungen und Schachtelsätze… Den meisten Menschen, die als Autoren tätig sind und regelmäßig Texte erstellen, werden diese und ähnliche Ratschläge bekannt vorkommen.

Zwar greifen viele Guides sehr ähnliche Tipps auf, dennoch sind sie stets zwangsweise subjektiv: Der Verfasser eines Guides kann niemals verhindern, dass sein persönlicher Stil mit in den Text einfließt. Auch die Auswahl der angebotenen Ratschläge hängt oft von den individuellen Vorlieben und Erfahrungen des Autors ab. In diesem Artikel wollen wir diesen Aspekt aufgreifen und die „Tipps zum Schreiben guter Texte“ komplett auf die Autorenseite beziehen: Es soll also weniger um das Handwerk des Schreibens gehen, sondern viel mehr um die Rolle des Schreibenden.

Gerade Blogger und Freelancer-Autoren dürften sich angesprochen fühlen, wenn es um das Verfassen hochwertiger Webseitentexte geht. Viele von Ihnen, den Leserinnen und Lesern, betreiben sicherlich auch einen eigenen Blog oder ein anderes Webprojekt. Hier sind also die fünf Tipps: Nicht zum Schreiben, sondern zum Autor-Sein!

gute Texte für Kunden schreiben

1. Textaufträge und Themen mit Bedacht auswählen

Jeder Blogger kennt das Problem, wenn es einen thematischen Engpass gibt und keine passenden Ideen weit und breit in Aussicht sind. In solchen Fällen bestehen zwei Handlungsmöglichkeiten: Entweder Sie bleiben passiv, bis die Schreibblockade vorüber ist, oder Sie blicken bei der Auswahl eines geeigneten Themas über den Tellerrand hinaus und beschäftigt sich mit Themen, die nur „um die Ecke“ mit dem eigentlichen Themenbereich Ihres Blogs zusammenpassen.

Auch Freelancer-Autoren, die beispielsweise für Content-Agenturen im Internet Webseiten-Texte verfassen, befinden sich ab und an in der Situation, dass sie Textaufträge annehmen, deren Themen sie nicht wirklich interessieren – oder noch schlimmer, die ihnen nicht liegen.

Es spielt (fast) keine Rolle, wie gut Sie als Autor sind – sobald Sie über ein Thema schreiben, das Ihnen fremd ist oder Sie nicht interessiert, werden aufmerksame Leser das bemerken. Die Zufriedenheit der Leser kann so ausbleiben, und was noch schlimmer ist: Sie können selbst den Spaß am Schreiben verlieren. Um dauerhaft motiviert und begeistert als Autor für Webseiteninhalte zu arbeiten, sollten die Textaufträge und -themen stets Ihren persönlichen Ansprüchen und Vorlieben entsprechen.

2. Authentizität bewahren

Eng verbunden mit dem ersten Tipp ist auch der zweite: Wenn Sie als Autor auftreten und Ihre Artikel anbieten, wird die Qualität der Texte auf Sie zurückfallen. Dabei haben Sie nicht nur mit einer verschlechterten Reputation zu rechnen, wenn Ihre Texte nicht gut sind – auch wenn Sie einen sprachlich hervorragenden Text abliefern: Wirkt dieser halbherzig und erzwungen, können Ihre Leser nach und nach abwandern. Aus diesem Grund bietet es sich an, über solche Themen zu schreiben, zu denen eine authentische Begeisterung aufgebaut und gezeigt werden kann.

Authentizität und Glaubwürdigkeit werden vom Leser häufig höher gewichtet als die bloßen Schreibfähigkeiten. Natürlich können gut aufbereitete Informationen begeistern, aber erst ein sympathischer Text hat die Fähigkeit, Leser zu packen und zum Weiterlesen zu animieren. Eine authentische persönliche Note kann gerade für Blogger ein effektives Mittel sein, sich aus der Menge hervorzuheben und so seine Leser auch auf einer persönlichen Ebene anzusprechen.

3. Die eigene Weiterentwicklung beachten

Je länger Sie als Blogger oder Webseitentexter tätig sind, desto deutlicher werden Sie die Veränderungen wahrnehmen können, die in Ihrer Arbeit zu bemerken sind. Übung macht den Meister: Jeder, der über einen längeren Zeitraum hinweg Texte veröffentlicht und idealerweise noch konstruktives Feedback von den Lesern bekommt, verbessert sozusagen „zwangsweise“ seine Schreibfähigkeiten.

Aus diesem Grund bietet es sich an, als Autor nicht nur nach vorn zu Blicken und den nächsten Auftrag zu suchen. Auch ein Blick in die Vergangenheit lohnt sich, wenn so die individuelle Entwicklung des eigenen Schreibens nachvollzogen werden kann. Denn dies kann einen enormen Motivationsgewinn bewirken – gerade dann, wenn Sie eine stetige Verbesserung der Textqualität, die damit positivere Resonanz Ihrer Leser und eine gewünschte Suchmaschinenoptimierung erzielen.

Wohin geht die Reise? Durch die Reflektion über die eigene Autorentätigkeit können Sie beispielsweise besser einschätzen, welche Eigenschaften Ihres Schreibens Sie dauerhaft begleitet haben und somit zum persönlichen Schreibrepertoire gehören. Auch können Schwächen aufgedeckt und so in Zukunft effektiver vermieden werden.

4. Offen für Kritik sein

Wer nur für sich selbst schreibt und der Rückmeldung anderer kein Gehör schenkt, kann sich auf Dauer nicht weiterentwickeln und verbessern. Gerade als Autor geht es darum, Inhalte für andere Menschen bereitzustellen. Feedback über die eigene Schreibtätigkeit von anderen einzuholen gehört also mit zu den effektivsten Möglichkeiten, um sich über die Stärken und Schwächen seiner Texte klar zu werden.

Konstruktiv mit negativer Kritik umzugehen ist eine Fähigkeit, die nicht jedem Autor in gleicher Weise liegt: Oft bedarf es Übung, um aus negativen Rückmeldungen wertvolle Anregungen gewinnen zu können. Wann immer Sie aber Ihre Texte der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen, bleiben Kritiker (und Nörgler) nicht aus.

Häufig schleichen sich Lieblingsfloskeln oder -wörter ein, die einem selbst nicht auffallen, die sich aber für die Leser schnell abnutzen. Vier Augen sehen hier stets mehr als zwei: Lassen Sie sich die Möglichkeit nicht entgehen, sich auch den Blick von außerhalb darstellen zu lassen!

5. Selbstbewusst mit Kritik umgehen

So wertvoll Kritik aber auch sein kann: Nicht jeder „konstruktive“ Ratschlag sollte ohne Weiteres umgesetzt werden. Kritik ist nur dann ein sinnvolles Hilfsmittel, wenn selbstbewusst mit ihr umgegangen wird.

Behalten Sie stets im Hinterkopf, wie Sie Ihre Texte und somit im Endeffekt auch sich selbst präsentieren wollen. Eine Art „Selbstfindung“, wie im dritten Tipp beschrieben, kann dabei helfen, sinnvolle von unpassender Kritik zu unterscheiden. Setzen Sie die Ratschläge um, die Sie selbst nachvollziehen können: So machen Sie sich einen Namen als Blogger, der selbstbestimmt seine eigene Linie verfolgt, ohne dabei die sprichwörtlichen Scheuklappen aufzusetzen.

Fazit

Jeder Mensch, der Texte verfasst und im Internet öffentlich macht, hat individuelle Vorstellungen davon, was einen lesenswerten und hochwertigen Artikel ausmacht. Zahlreiche Autoren teilen ihre Erfahrungen und Vorstellungen mit anderen, sodass eine Art Konsens darüber besteht, wie gute Texte geschrieben werden. Nie zu vergessen ist dabei aber, dass hinter allen guten Texten Menschen aus Fleisch und Blut stehen, die ihre Kreativität und Individualität in ihre Texte einfließen lassen.

Es handelt sich hierbei um einen Gastartikel, welcher von Content.de zur Verfügung gestellt wurde.

Tags: Content, Text, Texte, Texterstellung

3 Responses to “Gute Texte schreiben in 5 Schritten”

  1. Rzi

    24. Apr, 2012

    Sehr informativer Artikel, aber nur allein von Authentizität kann man nicht leben.

    Leider werden die meisten Schreiberlinge mit ein paar wenigen Euro abgespeist.

    Außerdem sind “gute Texte” immer eine Sache des persönlichen (Lese)geschmacks.

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  2. Daniel Felsing

    01. Mai, 2012

    Am wichtigsten finde ich den Punkt dass man Kritik von außen annehmen sollte.

    Man muss nicht auf jeden hören aber wenn z.B. schon mehrere Personen auf die selbe Sache eingehen, sollte man sich Gedanken machen :)

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  1. Affiliate Auslese Mai 2012 | Online Marketing Agentur (Projecter GmbH) - 21/01/2014

    […] Wie in fünf Schritten gute Texte entstehen, wird auf Blogeffekt.com erläutert. Florian Hieß plädiert in seinem Beitrag für Authentizität und Glaubwürdigkeit und rät dazu, offen und selbstbewusst mit Kritik an der eigene Schreibtätigkeit umzugehen. […]

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